05.02.2021

Content-Marketing-Studie

Nachholbedarf in der Schweiz

Nur 28 Prozent der befragten Firmen verfügen über Content-Marketing-Spezialisten in den eigenen Reihen.

Der aktuelle Survey des International Content Marketing Forum (ICMF) hat ergeben, dass 41 bis 76 Prozent der befragten Unternehmungen in den neun Ländern eine soweit gut entwickelte Content-Marketing-Strategie haben, so auch in der Schweiz mit 61 Prozent. Mit dieser selbstbewussten Aussage der befragten Unternehmungen in der Schweiz kontrastieren ein Teil der Untersuchungsergebnisse, so zum Aspekt Organisation: Nur 28 Prozent der befragten Schweizer Unternehmungen verfügen über Content-Marketing-Spezialisten in den eigenen Reihen, wie es in einer Mitteilung heisst.

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Hinsichtlich Distribution fällt für die Schweiz auf, dass durchschnittlich weniger Medienplattformen genutzt werden als in anderen Ländern. Gerade hinsichtlich Social-Media-Plattformen nutzen die Schweiz sowie Dänemark am wenigsten alle Möglichkeiten – was durchaus auch als Konzentration auf Kanäle, an die man glaubt, interpretiert werden kann; zuoberst auf der Liste stehen in der Schweiz LinkedIn und Youtube, erst dann folgt Facebook, das in der Gesamtbetrachtung der internationalen Studie (alle neun Ländern) an der Spitze steht. In der Nutzung und Herausgabe von Print steht die Schweiz mit gut 50 Prozent im Vergleich zu den anderen Ländern etwa in der Mitte.

Internationaler Konsens besteht in der grundsätzlichen Bejahung der Wirksamkeit von Content Marketing, wobei hier die Schweiz am unteren Rand figuriert und im Vergleich mit den anderen Ländern Skepsis zeigt, namentlich im Glauben an eine positive Wirkung auf das Branding.

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In Deutschland, Schweden, Norwegen und der Schweiz wird laut der Studie am meisten in Content Marketing investiert. Die Absichtserklärung, in den nächsten drei Jahren zusätzlich noch mehr zu investieren, ist generell gross, an der Spitze figuriert hier Österreich mit 89 Prozent – die Schweiz zeigt diesbezüglich mit 52 Prozent eine vergleichsweise tiefe Absichtserklärung.

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Zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie: Die Pandemie führt nur bedingt zu einer Verschiebung des Fokus im Content Marketing, nämlich in der kurzfristigen Vertriebsunterstützung. Die meisten der befragten Unternehmen in den neun Ländern fokussieren sich im Content Marketing auf die langfristige Markenbildung. Obwohl man sich aktuell etwas mehr auf zeitlich begrenzte Kommunikationsprojekte konzentriert, deuten die Studienergebnisse nicht auf eine grundsätzliche Abkehr von langfristigen Aktivitäten hin.

Wer hinter dieser Studie steht

ICMF ist die Organisation der nationalen Content-Marketing-Verbände. Den Survey führt das ICMF seit 2016 zum vierten Mal durch. Betraut damit ist der unabhängige und auf Content Marketing spezialisierte Marktforscher Professor Clemens Koob mit seinem Institut Scion in München.

Befragt wurden in diesen Ländern ausschliesslich Unternehmungen und Organisationen, keine Content Marketing Dienstleister. Teilgenommen haben gut 500 Marketing Executives aus den neun Ländern.

Der länderübergreifende Verband Content Marketing Forum (CMF) für Deutschland, Österreich und der Schweiz hat die ICMF-Studie 2021 massgeblich durch eine eigene vorgängige CMF-Studie mit Professor Clemens Koob gefördert. (pd/cbe)



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