25.02.2002

Post

Neu mit Verkauf von Büromaterial

Papeteristen reagieren verstimmt.

Die Schweizerische Post hat am Montag in rund 120 Filialen mit dem probeweisen Verkauf von Büromaterialien begonnen. Der Verband Schweizerischer Papeteristen (VPS) befürchtet Probleme für die Papeteristen in den Städten.

Im Rahmen des Pilotversuchs sollen bis Mitte März rund 120 Poststellen - darunter alle PostCenters - Schreibwaren und- geräte, Ordner, Ablagesysteme, Locher, Malblöcke, Schüleretuis, Notizblöcke und anderes anbieten. Insgesamt verkaufe die Post 146 Artikel, heisst es in einem Communiqué vom Montag. Der Versuch der Post dauert bis Ende Jahr. Verläuft dieser erfolgreich sollen etappenweise rund 1800 Poststellen mit Büro- und Papeterieartikeln ausgerüstet werden. Die Post glaubt, damit einem Bedürfnis zu entsprechen. Eine Umfrage bei 2200 Kundinnen und Kunden habe ergeben, dass 50 Prozent es begrüssen würden, wenn Papeterieartikel in Poststellen verkauft würden.

Der Verband Schweizerischer Papeteristen reagierte am Montag verstimmt über die Pläne der Post. Es sei nicht Aufgabe der Post, Papeterieartikel zu verkaufen, sagte VPS-Geschäftsführer Christoph Meier auf Anfrage. Meier befürchtet, dass die Post auf diese Weise die Einnahmen der Papeteristen schmälern werde. Insbesondere sei dies in städtischen Gebieten zu befürchten, in der die Konzentration an Poststellen besonders hoch sei. Die Post sei nach wie vor ein Monopolbetrieb, sagte Meier. Es sei daher problematisch, wenn sie den Handel konkurrenziere. An ihrer Sitzung vom 20. März wird die VPS-Geschäftsleitung über mögliche Massnahmen beraten.


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