Stabübergabe an der Spitze des Verbands Schweizerischer Uhrenindustrie (FH): Die Delegierten haben an ihrer 20. Generalversammlung den 46-jährigen Jean-Daniel Pasche einstimmig zum Nachfolger von François Habersaat gewählt. Pasche, bisher Direktor des FH, tritt sein Amt am 1. Juli an. Der Direktionsposten wird nicht neu besetzt, da der Pasche beide Funktionen als Vollamt übernimmt. Haberssat hatte das Präsidentenamt seit 1993 teilzeitlich ausgeübt. Der FH wird neu gegliedert in eine Wirtschafts-, eine juristische und eine Verwaltungsabteilung. "Das Ziel ist, Kaderstellen abzubauen", erläuterte Pasche.
Steigerung der Glaubwürdigkeit
Rückblickend sei seine wichtigste Aufgabe die Steigerung der Glaubwürdigkeit der Schweizer Uhrenindustrie im Ausland gewesen, erklärte Habersaat der Nachrichtenagentur sda. Zuvor habe die drittstärkste Exportbranche der Schweiz zu sehr im Schatten der Machinen- und der Pharmaindustrie gestanden. Dabei konnte Habersaat auf ein Netz von internationalen Beziehungen zurückgreifen. Er setzte sich insbesondere für den Abbau von Zollschrananken und gegen Nachahmungen von Schweizerischen Produkten ein.
Einbruch beim Export
Nachdem der Uhrenexport 2001 ein Rekordergebnis von 10.65 Mrd. Franken verzeichnete, erwartet die Branche im laufenden Jahr einen Rückgang um 1 bis 2 Prozent. Obwohl der Export allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres um 4.4 Prozent auf 3.98 Mrd. Franken zurückgegangen ist, wird mit einer Erholung in den der zweiten Jahreshälfte gerechnet. Hinsichtlich der anhaltenden Stärke des Frankens gegenüber dem Dollar verwies Habersaat auf die "ausgezeichneten Beziehungen" des Verbands mit Nationalbank-Präsident Jean-Pierre Roth. "Die Nationalbank hat bereits Massnahmen ergriffen, aber der Spielraum wird zusehens enger", erklärte er.
Dominanz im oberen Preissegment

