Der «klassische» Werbemarkt schliesst im Juli mit 242.6 Millionen. Insgesamt liegt der Jahreswerbedruck seit Anfang Jahr mit einem Prozent minimal über Vorjahresniveau und kommt bei 2,1 Milliarden Brutto-Werbefranken zu liegen, teilt Media Focus am Mittwoch mit.
Nur Print (-2 Prozent) und Kino (-66 Prozent) liegen hinter dem Vorjahr zurück. Der Rückgang von Kino-Werbung lässt sich durch die beiden letztjährigen Kassenschlager Barbie und Oppenheimer begründen. Die anderen Mediengruppen befinden sich im Plus, wobei Radio mit einer Zunahme von 21 Prozent am stärksten zulegen konnte. Out-of-Home steigert sich um 12 Prozent (seit dem Halbjahresabschluss wieder inkl. Livesystems für 2023 und 2024) und TV um 7 Prozent.
Im Bereich der digitalen Medien ist bei allen Gattungen eine positive Entwicklung zu verzeichnen. YouTube steigert sich verglichen zum Vorjahr um 12 Prozent, dicht gefolgt von der Suchmaschinenwerbung mit 11 Prozent, während bei Display nur 5 Prozent festgehalten werden können.
Ab 2024 wird Media Focus den «klassischen» Werbemarkt und die digitalen Kanäle (Search, YouTube, Display) separat ausweisen, um eine bessere Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten. Die Volatilität der Erfassung im Onlinebereich, bedingt durch externe Einflüsse wie Anpassungen seitens Google kann zu grösseren Schwankungen im Jahresverlauf führen. Insbesondere im Bereich Search gab es im letzten Halbjahr zahlreiche Anpassungen und Änderungen seitens Google, was die Vergleichbarkeit der Bruttowerbespendings zum Vorjahr erschwert.


Nahrungsmittelbranche reduziert um 10 Prozent
Die Nahrungsmittelbranche führt zwar weiterhin das Ranking 2024 an. Im Juli fällt sie durch die Reduktion von 9,9 Prozent allerdings knapp hinter den Detailhandel zurück, welcher gleichzeitig erhöht (+8,3 Prozent). Damit gehört die Nahrungsmittelbranche zu acht Branchen, welche im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat reduzieren.
Davon ist einzig bei den werbedruckschwachen Branchen Energie mit -67,9 Prozent, Tabakwaren (-49,1 Prozent) und Medien (-28,0 Prozent) der prozentuale Rückgang zweistellig. Mit -4,5 Prozent bei der Branche Veranstaltungen, -3,1 Prozent bei Mode & Sport und -2,5 Prozent bei der Branche Verkehrsbetriebe, hält sich die Reduktion in Grenzen.
Zunahme in 13 Branchen
Insgesamt ist im Juli bei 13 Branchen im Vergleich zum Vorjahr eine Zunahme festzustellen. Dies ist vor allem bei den Branchen Kosmetik & Körperpflege (+33,7 Prozent), Pharma & Gesundheit (+28,6 Prozent) und Freizeit, Gastronomie, Tourismus (+25,8 Prozent) klar ersichtlich. Aber auch andere Branchen stehen deutlich im Plus, wie Getränke mit 21 Prozent, Initiativen & Kampagnen mit 17,2 Prozent und Reinigen mit 12,2 Prozent.




Bei beiden Märkten befindet sich 2024 Freizeit, Gastronomie, Tourismus an der dritten Stelle des Rankings. Beim «klassischen» Markt belegt die Branche Nahrungsmittel den ersten Platz, gefolgt von Detailhandel auf dem zweiten Platz. Im digitalen Bereich belegt Detailhandel sogar den ersten Platz, aber an zweiter Stelle positioniert sich Finanzen. Die Branche Nahrungsmittel ist auf Platz 11 rangiert. Im «klassischen» Markt belegen Initiativen & Kampagnen und Bauen, Industrie, Einrichtung die vierten und fünften Ränge, während sie sich im digitalen Bereich auf Platz 13 und 6 positionieren. Die Branchen Dienstleistung und Mode & Sport belegen den vierten und fünften Rang, während sich diese beiden Branchen im «klassischen» Markt in der unteren Hälfte befinden (Rang 12 & 13).
Die Branche Tabakwaren befindet sich bei beiden Märkten gegen Ende der Tabelle. Im «klassischen» Markt bildet sie das Schlusslicht der Rangliste und im digitalen Markt befindet sie sich an zweitletzter Position. Dort steht die Branche Reinigen ganz am Ende, welche im «klassischen» Markt Rang 16 belegt. Energie steht an zweitletzter Stelle und befindet sich im digitalen Markt auf der drittletzten Position.
Bei beiden Märkten positionieren sich die Branchen Pharma & Gesundheit, Kosmetik & Körperpflege und Telekommunikation im Mittelfeld der Tabellen. (pd/spo)



