Der Post-Tochtergesellschaft Asmiq droht Ende 2023 das Aus. Asmiq bietet seit 2018 Dienstleistungen für Zeitschriften- und Zeitungsverlage an, namentlich eine Software für die Verwaltung von Abonnements und das Management des Kundendienstes. «Der Tochtergesellschaft der Post ist es trotz grosser Anstrengungen sowie gefragter Lösungen nicht möglich, im Schweizer Medienmarkt hochwertige Services kostendeckend anzubieten und weiterzuentwickeln», heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag.
Deshalb beabsichtige Asmiq, die Geschäftstätigkeit einzustellen und ihre Standorte in Morges, Chur, Zürich-Altstetten und Olten zu schliessen. Von der Schliessung betroffen wären 20 Vollzeitstellen und insgesamt 25 Mitarbeitende. Die Belegschaft wurde am Dienstag über die Situation informiert, wie es weiter heisst. Am Mittwoch starte ein Konsultationsverfahren, das bis zum 8. Februar daure. Die Mitarbeitenden hätten in dieser Zeit die Möglichkeit, Vorschläge zu unterbreiten, wie die Kündigungen vermieden, deren Zahl beschränkt und deren Folgen gemildert werden können.
Damit die Abonnement-Verwaltung für ein Medienprodukt reibungslos funktioniert, greifen im Hintergrund viele digitale Rädchen ineinander. Zudem benötigen Kundinnen und Kunden für Fragen und Anliegen einen Kontakt. In diesem Bereich hat sich Asmiq spezialisiert. Die Tochtergesellschaft der Post bietet für Zeitschriften- und Zeitungsverlage eine hochwertige Software für die Abo-Verwaltung an. Auf Wunsch übernimmt Asmiq auch den Kundendienst im Auftrag eines Verlags.
Mit der Gründung von Asmiq im Jahr 2018 wollte die Post eine Chance nutzen. Das Ziel von Asmiq war es, Zeitungen und Zeitschriften mit einem effizienten Abo-Management zu stärken – doch das Umfeld im Schweizer Medienmarkt entwickelte sich nicht wie erwartet. So ist insbesondere das Bedürfnis für eine moderne Schweizer Abo-Verwaltungs-Lösung weniger gross als angenommen. Ausserdem ist der Markt für digitale Abo-Lösungen zunehmend international und der Wettbewerbsdruck hoch.
«Asmiq und die Post bedauern die Schliessung vorbehältlich des Konsultationsverfahrens sehr und sind sich ihrer Verantwortung bewusst», heisst es in der Mitteilung weiter. Klar sei, dass die beiden Unternehmen den möglichen Stellenverlust so sozialverträglich wie möglich vornehmen. Dazu seien Asmiq und die Post mit den Sozialpartnern im Gespräch. Weiter setze Asmiq alles daran, die vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Kundinnen und Kunden vollumfänglich zu erfüllen. Aktuell werden zudem laut Mitteilung mögliche Anschlusslösungen für die Kundschaft geprüft. (pd/cbe)

