20.02.2001

Informations- und Kommunikationstechnologien

Potenzial nicht ausgeschöpft

Ein Drittel der Schweizer Bevölkerung surft regelmässig im Internet, fast zwei Drittel haben ein Mobiltelefon.

Die Infrastruktur für Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) ist gut, die Nutzung dieses Potenzials wird aber nicht ausgeschöpft. Schweizerinnen und Schweizer haben in den letzten Jahren so viel Geld für IKT-Infrastruktur ausgegeben wie sonst niemand. Mehr als die Hälfte der privaten Haushalte ist heute mit einem Computer ausgestattet, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) und das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) am Dienstag vor den Medien in Bern mitteilten.

Digitaler Graben

Meist werden die Möglichkeiten des Internets jedoch nur teilweise ausgenutzt. Grund dafür ist, dass viele das Instrument Internet zu wenig beherrschen. Der typische Internetbenutzer ist männlich, gut ausgebildet und jung. Frauen, weniger gut ausgebildete oder ältere Menschen und solche mit weniger Einkommen kennen sich mit den neuen Technologien weniger aus. Dieser "digitale Graben" könnte laut BFS einerseits durch verstärkte Weiterbildung verkleinert werden. Andererseits müssten die zur Verfügung stehenden Mittel billiger werden, damit sie allen Kreisen der Bevölkerung zur Verfügung stehen könnten. Wer das Internet nutzt, braucht es meist zur Kommunikation und zur Informationsbeschaffung. Wer jedoch auch Transaktionen durchführen möchte - Formulare online ausfüllen oder einen Antrag digital unterschreiben - stösst in der Schweiz schon sehr bald an Grenzen. Noch gibt es kaum solche Angebote von Behörden, und wenn doch, gibt es oft Probleme.

Zu wenig Spezialisten

Auch die Unternehmen haben in den letzten Jahren viel in die IKT-Infrastruktur investiert. Im Jahr 2000 setzten rund 70 Prozent der Unternehmen Informatik ein, 1984 waren es lediglich 10 Prozent gewesen. Viele Betriebe haben aber ebenfalls Probleme, Computer und Internet optimal zu nutzen, da es in der Schweiz zu wenig Spezialisten gibt. Hier sieht das BSF für die kommenden Jahre allerdings eine Verbesserung: Seit Mitte der Neunzigerjahre ist eine deutlich wachsende Anzahl Studierender und Lehrlinge in IKT-Ausbildungen zu verzeichnen.

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