11.02.2019

Influencer-Marketing

Social-Video-Netzwerk Loudzz wird ausgebaut

Das firmeneigene Start-up der TV-Produktionsfirma Mediafisch von Björn Hering setzt auf Branded Video Content für Online. Dafür wurde nun eine neue Projektleiterin angestellt, die das noch junge Unternehmen vorantreiben soll.
Influencer-Marketing: Social-Video-Netzwerk Loudzz wird ausgebaut
Der Youtube-Channel «Loudzz» des gleichnamigen Start-ups von Mediafisch soll künftig stärker bewirtschaftet werden. (Bild: Screenshot)
von Christian Beck

Loudzz baut aus. Das firmeninterne Start-up der TV-Produktionsfirma Mediafisch wurde vor zwei Jahren gegründet und will nun expandieren. Dafür wurde Anfang Jahr Nadine Schwizer als Projektleiterin engagiert.

Die Zeit sei reif für einen Ausbau. «Online und Social Media werden immer wichtiger – vor allem für Brands, die auch die jungen Zielgruppen ansprechen wollen», so Schwizer auf Anfrage von persoenlich.com. Aus diesem Grund setze Loudzz auf Branded Video Content für eben diese Plattformen und realisiere mit der Redaktion und einem Netzwerk aus Creators und Influencern zielgruppengerechte Inhalte dafür.

«Eine logische Entwicklung»

Dass eine klassische TV-Produktionsfirma nun Branded Video Content für Junge produziert, erachtet Schwizer nicht als Widerspruch, sondern als «eine logische Entwicklung». Der Fokus von Mediafisch liege auf der Entwicklung und Produktion von Formaten fürs Fernsehen – also dort, wo sich die Zielgruppen 30+ aufhalten würden. «Die Jungen sind über das klassische TV aber nur noch schwierig zu erreichen. Hier kommt Loudzz ins Spiel, das mit seinen Inhalten von und für junge Leute nun auch diese Zielgruppe anspricht», so die 25-Jährige. «Gutes Storytelling ist unabhängig von Zielgruppe und Medium.»

Neben der Platzierung des Branded Content auf den Influencer-Channeln betreibt Loudzz auch einen eigenen gleichnamigen Youtube-Kanal, auf dem regelmässig selbst produzierte Formate ausgestrahlt werden. Dieser Channel hat zurzeit knapp 1300 Abonnenten – «Tendenz hoffentlich bald rapide steigend», so Schwizer. Die Youtube-Channels der Influencer, mit denen Loudzz zusammenarbeitet, hätten zwischen 5000 und 60'000 Abonnenten, die Instagram-Accounts bis zu 100'000.

Loudzz sei keine klassische Agentur, welche Influencer an Kunden vermittelt. «Anstatt ein Massengeschäft ab Stange mit fixem Tarif zu betreiben, entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden und den Creators passende Konzepte», erklärt Schwizer. Diese Konzepte können oft auch medienübergreifend sein – das heisst Storys, die auf Small und Big Screens funktionieren. «Kreation, Produktion und Marketing haben wir inhouse. Wo wir Unterstützung benötigen, holen wir diese von aussen dazu», so die Projektleiterin.

Weiteres Wachstum angestrebt

Bei Loudzz arbeitet derzeit «ein harter Kern von fünf Kolleginnen und Kollegen». Am Montag haben ausserdem zwei Praktikanten neu angefangen. Die Mutterfirma Mediafisch beschäftigt um die 20 Mitarbeitende. «Es wäre ein grosser Fehler, Loudzz und Mediafisch getrennt zu führen. Bei Bedarf arbeiten unsere TV-Produzenten und -Realisatoren auch für Loudzz und umgekehrt», sagte Schwizer. Und: Es sei «gut denkbar», dass das Loudzz-Team in den nächsten Monaten und Jahren weiter wachsen werde.

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Vor ihrem Engagement als Projektleiterin bei Loudzz arbeitete Schwizer unter anderem im Marketing der Einkaufslisten-App «Bring!» und als Redaktorin bei «SI online».

Mediafisch wurde von Björn Hering gegründet. Die Produktionsfirma entwickelte Sendungen wie «Joya rennt», «Celebrations», «Happy Day» oder «Homerun». Aktuell läuft unter anderem die Produktion «Wer wohnt wo?» mit Moderator Sven Epiney auf SRF (produziert von Ex-«Einstein»-Moderatorin Nicole Ulrich).



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