Ottmar Hitzfeld, neuer Coach der Schweizer Nationalmannschaft, ist ein vielbeschäftigter Mann -- auch neben dem Rasen. So wirbt er für diverse Schweizer Firmen: Zu Marketingzwecken eingespannt hat den Lörracher der Sportarktikelhersteller Power Plate und das Möbelhaus Pfister. In Deutschland agiert der Ex-Bayern-Trainer als Markenbotschafter der BP-Tochter Castrol und ist zugleich Fussballexperte beim Pay-TV-Sender Premiere. Für Swiss Life steht Hitzfeld zudem im Norden für Imagekampagnen und ein Online-Tippspiel zur Verfügung.
Damit aber nicht genug: Wie die "Bilanz" berichtet, steht der Coach kurz vor dem Abschluss eines "überaus lukrativen Werbevertrages" mit der Credit Suisse. Die Kooperation beinhalte Seminarteilnahmen, Golfspiele mit Kunden oder Werbekampagnen. Nicht weniger als 600'000 Franken ist der Grossbank der Sponsoringvertrag wert. Auf Anfrage des Wirtschaftsmagazins bestätigte CS-Sprecher Matthias Friedli Verhandlungen. Als Hauptsponsor der Nati bis 2012 sei man an einer Zusammenarbeit mit dem Trainer der A-Nationalmannschaft interessiert und sei mit ihm diesbezüglich im Gespräch.
Insgesamt bringen Hitzfeld die zahlreichen Sponsorenverträge laut "Bilanz" drei Millionen ein. Hitzfeld bündelt diese in einer neuen Einzelfirma mit dem schlichten Namen "Ottmar Hitzfeld", die er vor zehn Tagen in Engelberg gegründet hat. Firmenzweck gemäss Handelsregister: Werbeveranstaltungen -- worunter wohl seine hoch dotierten Sponsoring-Aktivitäten fallen.

