19.03.2001

Swisscom-Aktionäre stimmen Vodafone-Beteiligung zu

Vodafone übernimmt damit 25 Prozent der Swisscom-Tochter Mobile AG für insgesamt 4,5 Milliarden Franken.

Vodafone, der weltgrösste Mobilfunkanbieter, kann beim Telekommunikationskonzern Swisscom einsteigen. Am Montag haben die Aktionäre der Swisscom an einer ausserordentlichen Generalversammlung dem Vorhaben grossmehrheitlich zugestimmt. Der britische Mobilfunkgigant Vodafone kann damit 25 Prozent der Swisscom-Tochter Mobile AG für insgesamt 4,5 Milliarden Franken übernehmen. Diese soll in diesem Frühling gebildet werden. Der Grundstein für die künftige Konkurrenzfähigkeit der Swisscom sei mit der Partnerschaft mit Vodafone gelegt, sagte Swisscom- Konzernchef Jens Alder vor den 755 anwesenden Aktionären, die 71,32 Prozent der Aktienstimmen vertraten, im Zürcher Hallenstadion. Swisscom-Verwaltungsratspräsident Markus Rauh sagte, die Swisscom behalten die Kontrolle über ihr Mobilfunkgeschäft in der Schweiz. Durch den neuen starken Partner erhalte Swisscom Zugang zu den Technologien, Dienstleistungen und Produkten von Vodafone im Bereich der Mobilfunknetzgeneration UMTS, sagte Rauh. Vodafone schliesse gleichzeitig eine ihrer letzten Lücken auf der europäischen Landkarte. Das einzige Traktandum an der ausserordentlichen Generalversammlung war mehrheitlich unumstritten. Am 29. Mai findet in Zürich die ordentliche Generlaversammlung der Swisscom statt. Am Montag kam es insgesamt lediglich zu drei kritischen Wortmeldungen zum Geschäft mit Vodafone. Dabei waren unter anderem die Absplittung des 18,5 Milliarden Franken schweren Mobilfunkbereiches ein Thema. Daneben gab es Fragen zum Kauf, der sowohl bar als auch in Aktien erfolgen kann. Rauh meinte, die entsprechenden Modalitäten seien noch in Diskussion. Er erwartet den Abschluss der Transaktion auf den 30. März. Gemäss Rauh sollen die Mittel, welche der Swisscom zufliessen, in den Ausbau des Festnetzes, den Aufbau der UMTS-Netzes sowie in die Expansion der e-Commerce investiert werden. Darüber hinausgehende Mittel sollen zur Reduktion der Schulden verwendet werden. Swisscom prüft zudem einen Aktienrückkauf.



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