In den USA sind deutsche Automarken sehr bekannt und geniessen hohe Anerkennung, allen voran Mercedes und BMW. Neben ihnen sind auch japanische Marken, insbesondere Lexus und Toyota, überdurchschnittlich beliebt. Dagegen beurteilen Amerikaner Fahrzeuge aus dem eigenen Land vergleichsweise schlechter. Dies ist eines der Ergebnisse der von der GfK und Greenfield Online im Juni dieses Jahres in den USA durchgeführten Studie.
In den USA, dem weltweit grössten Automobilmarkt, wurden im Jahr 2001 knapp 8.7 Millionen Pkws und rund 8.5 Millionen "light trucks" wie beispielweise Pick-Ups, SUVs (Sport Utility Vehicles) und MPVs (Multi Purpose Vehicles) neu zugelassen. In diesem Absatzmarkt konnten die deutschen Marken in den letzten Jahren kontinuierlich ihre Marktanteile steigern. Jeder Zweite nennt spontan Volkswagen, BMW und Mercedes Die Ergebnisse der von der GfK Marktforschung, Nürnberg, GfK Custom Research, Minneapolis, und Greenfield Online, Wilton, USA, durchgeführten Studie zeigen, dass die bekanntesten deutschen Marken in den USA Volkswagen, BMW und Mercedes sind. Jeder Zweite nennt sie, nach deutschen Automarken befragt, spontan. Audi und Porsche werden deutlich seltener genannt: Nur jeder Dritte denkt bei einer deutschen Automarke an Audi, nur etwa jeder Siebte an Porsche.
Diese Ergebnisse vermitteln ein Bild der spontanen Bekanntheit von Marken bei Befragten. Konfrontiert man die Interviewten mit den Namen der Automarken, dann zeigt sich, dass zwischen 77 und 88 Prozent von ihnen Audi, Porsche, Mercedes, BMW und VW kennen. Am unteren Ende des Rankings stehen der kurz vor Markteinführung stehende Smart und der im Frühjahr 2002 von BMW auf dem Markt gebrachte Mini, die auf sechs beziehungsweise 21 Prozent so genannter gestützter Bekanntheit kommen.
Spitzenreiter bei Qualität, Sicherheit, Design und Prestige
Bei der Frage nach dem Gesamteindruck zeigt sich, dass deutsche und japanische Automarken ein ähnlich gutes Image haben und deutlich besser beurteilt werden als US-Marken. Jedoch fällt auf, dass die aus Deutschland stammenden Pkws sich insbesondere in qualitativen und emotionalen Imagedimensionen vor ihren japanischen und amerikanischen Konkurrenten auszeichnen. Allen voran werden Mercedes, BMW und Porsche überdurchschnittlich gut beurteilt. Besonders geschätzt werden die Produkte dieser Hersteller wegen ihrer Qualität, ihres Designs und ihres Prestiges. Auch in Bezug auf Innovation und Qualität des Kundenservices liegen die deutschen Autobauer im Durchschnitt vor ihren amerikanischen und japanischen Wettbewerbern.
Japaner beim Preis-Leistungs-Verhältnis vorn
Ähnlich gute Imagewerte wie Mercedes und BMW erzielt bei den japanischen Marken einzig Lexus, die Premiummarke von Toyota. Die Produkte von Toyota und Honda werden jedoch insgesamt ebenfalls als überdurchschnittlich gut eingestuft. Generell schneiden die japanischen Hersteller insbesondere beim Preis-Leistungsverhältnis gut ab, einer Eigenschaft, die deutsche Marken nach Ansicht der Amerikaner eher nicht auszeichnet. Insgesamt zeigt sich, dass die deutschen Hersteller in Bezug auf ihr Image Wettbewerbsvorteile haben. Da zudem der allgemeine Trend in der Automobilbranche dahin geht, dass Verbraucher Premiummarken erwerben, ergeben sich für deutsche Hersteller in den USA gute Marktchancen.

