Die SAirGroup und ihre Töchter SAirLines und Swissair wollen der Crossair den Gebrauch der Bezeichnungen Swiss und Swiss Air Lines Ltd. gerichtlich verbieten lassen. Mit ihrem neuen Marktauftritt verletze die Crossair die Rechte der SAirGroup. Die SAirGroup habe die rechtlichen Schritte im Interesse ihrer Gläubiger ergriffen, sagte SAir-Sprecher Rainer Meier am Freitag gegenüber Schweizer Radio DRS. Die Bereitschaft der Crossair für eine einvernehmliche Lösung sei bisher gleich Null gewesen.
Offensichtlich wolle die neue Airline vom Image der Marke Swissair profitieren, ohne etwas dafür zu bezahlen. Dagegen wehre sich die SAirGroup. Sie sei Inhaberin der Marke Swissair sowie der Marke Rhomboid mit Schweizerkreuz. Dass die neue Airline die Nähe zur Marke und zum Auftritt der Swissair suche, sei für das Gelingen des Projektes Swiss durchaus begrüssenswert, sagte Meier. Es gehe nicht darum, die neue Airline zu gefährden, sondern gegensätzliche Interessen unter einen Hut zu bringen.
Drei von Crossair und der SAirGroup gemeinsam ernannte Experten hätten Ende November 2001 den Wert der Marke Swissair auf 660 Mio. Fr. geschätzt. Die Crossair habe aber von ihrer Option zum Kauf der Marke innerhalb der vereinbarten Frist keinen Gebrauch gemacht. Da die Crossair bis Donnerstagabend kein ernsthaftes Interesse am Erwerb der Rechte geäussert und kein Zeichen von Kompromissbereitschaft gezeigt habe, sei der Gang zu Richter unausweichlich geworden. Die SAirGroup bedaure dies.

