Online-Videowerbung erzielt eine höhere Wirkung als andere Werbeformen im Internet. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Werbewirkungsstudie der Tomorrow Focus AG im Zuge einer Online-Kampagne zu Sonys neuem Blu-ray-Disc-Player. Videoclips haben sowohl bei Werbeerinnerung und Markenimage als auch bei der Aktivierung die Nase vorn. Die höchste Werbewirkung wird laut Studie dann erzielt, wenn Video-Ads mit Standardwerbemitteln kombiniert werden.
Insgesamt wurden 2'142 Besucher der Webseiten Focus Online, Chip Online und Sevenload über die Videowerbung befragt. Untersucht wurden Aufmerksamkeitsleistung, Werbeerinnerung, Gefallen, Markenimage sowie Aktivierung. Dabei zeigte sich, dass die Videoclips bei der Erinnerung und der Aufmerksamkeit weit besser abschneiden als Internet-Standardwerbemittel wie Banner oder Scyscraper. Der zum Einsatz gekommene Sony-Spot, der mit herkömmlichen Online-Werbemitteln kombiniert war, wurde von rund einem Drittel der Befragten ungestützt erinnert.
Videowerbung wird aber auch ganz allgemein eher von den Nutzern angenommen und schneidet beim Gefallen besser ab als andere Werbemittel. Während Standardwerbeformen mit einer Durchschnittsnote von 3,2 bewertet wurden, kamen die Video-Ads auf die Note 2,5. Selbst das Image einer Marke lässt sich mit den Videos positiv beeinflussen. Jene, die den Sony-Spot gesehen hatten, beurteilten die beworbene Marke überdurchschnittlich oft als unverwechselbar und sympathisch. Das Produktinteresse bzw. die Kaufbereitschaft erhöhte sich durch das Video um rund sechs Prozent. Allerdings sind die Video-Ads auch etwas teurer als Standardwerbeformen im Internet.
Unternehmen wollen in Entwicklung von Video-Ads investieren
Advertising.com hat eine Online-Umfrage unter Website-Betreibern im Advertising.com Netzwerk in neun europäischen Ländern durchgeführt. Insgesamt 78 Publisher aus England, Deutschland, Dänemark, Frankreich, Finnland, Norwegen, Schweden, Niederlande und Spanien haben 20 Fragen zu Trends bei Werbeformaten, Video-Werbung und Werbenetzwerken beantwortet.
Nachdem sich Video-Werbung in Westeuropa einer immer größeren Beliebtheit erfreut, kann man laut Studie davon ausgehen, dass der Einfluss auf das kommende Geschäftsjahr für Publisher groß sein wird. Video-Werbung wurde von den teilnehmenden Publishern als Nummer 1 Bereich für notwendige Entwicklungsmaßnahmen im Jahr 2008 genannt. 36 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen nächstes Jahr hier vermehrt Zeit für Entwicklungen investieren. Kein Publisher geht übrigens davon aus, dass Video-Werbung 2007 keinerlei Einfluss auf sein Geschäft haben wird.
Die europäischen Publisher gehen davon aus, dass 71 Prozent ihrer gesamten Werbeeinnahmen 2007 von reinen Online-Unternehmen kommen wird und 29 Prozent von Offline-Unternehmen. Auf die Frage, von welchem Bereich sich die Publisher erwarten den größten prozentualen Anteil am Werbegeschäft ihrer Webseite generieren, wurde Cost-Per-Click-Kampagnen der größte Anteil am Geschäftsaufkommen zugewiesen, gefolgt von kontextabhängiger Werbung und Cost-Per-Action- bzw. Cost-Per-Lead-Kampagnen. Interessanterweise wurde der Suchfunktion (kontextabhängige oder bezahlte Platzierung) die geringste Bedeutung beigemessen.

