27.05.2017

Detailhandel

Virtual Reality, Apps und Lieferroboter

Um Umsatzrückgänge im stationären Handel zu begrenzen, setzen Schweizer Läden vermehrt auf neue digitale Hilfsmittel im Verkauf. Es gehe heute nicht mehr nur darum, Ware zu inszenieren – «der Kunde will unterhalten werden», heisst es beispielsweise bei Globus.
Detailhandel: Virtual Reality, Apps und Lieferroboter
Virtual-Reality-Brillen sollen in den Stöckli-Filialen die Kunden in die Skimanufaktur entführen. (Bild: Keystone)

Kunden von Globus können ab Frühjahr 2018 Produkte in der Filiale mittels einer App fotografieren und sie via Smartphone bestellen. Geplant sind zudem Tische, die Informationen anzeigen, wenn bestimmte Produkte daraufgelegt werden, heisst es in der «SonntagsZeitung». «Es geht nicht mehr nur darum, die Ware zu inszenieren, der Kunde will unterhalten werden, fast schon wie im Kino», wird Globus-Chef Thomas Herbert zitiert. Konkurrent Jelmoli denkt derweil über neue Liefertechnologien nach. Das Unternehmen erwäge den Einsatz von Lieferrobotern.

Der Skihersteller Stöckli will bis Ende des Jahres Virtual-Reality-Brillen in seinen Filialen installieren, mit denen die Kunden die Skimanufaktur im luzernischen Malters virtuell besichtigen können. «Die Möglichkeiten dieser Technologie sind fast endlos», sagt Stöckli-Chef Marc Gläser in der SoZ. In Zukunft sei es gar denkbar, dass der Kunde mittels Live-Übertragung und Virtual-Reality-Brille den Mitarbeitern in der Produktion bei der Herstellung der eigenen Ski über die Schulter schauen könnte.

Die Umsätze im stationären Handel sind rückläufig. Im vergangenen Jahr sanken sie gemäss der Zeitung landesweit um 1,5 Prozent. Der Onlinehandel dagegen nimmt Fahrt auf und gräbt traditionellen Geschäften das Wasser ab. (pd/cbe)



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