Mit dem am Freitag erstmals erschienenen Weinbeobachter will der Schweizer Branchenverband Wein inskünftig über Marktentwicklungen informieren. Die Zeitschrift richtet sich in erster Linie an Weinbauern und -händler. Mit dem gratis erhältlichen Weinbeobachter wird gemäss Pierre-Yves Felley, Präsident der Marktbeobachtungsstelle des Branchenverbands Wein, eine Lücke geschlossen. Man habe bisher lediglich über Zahlen zur Weinproduktion verfügt, sagte er am Freitag in Bern vor den Medien.
Über die Produktion hinaus seien die statistischen Angaben aber nebulös gewesen. Bisher sei es schwierig gewesen, die Verlässlichkeit der vorliegenden Zahlen etwa zur Preisentwicklung zu beurteilen. Mit Hilfe der Marktbeobachtungsstelle will der Branchenverband Wein nun den Weinproduzenten und -händlern aussagekräftige Zahlen über die Marktentwicklung liefern. Diese sollen im vierteljährlich erscheinenden Weinbeobachter publiziert werden.
Pilotprojekt in der Schweiz
Damit will der Branchenverband einerseits das Marktverständnis der Betroffenen fördern. Gleichzeitig soll die Wettbewerbsfähigkeit des Schweizer Weines gestärkt werden. Gemäss Felley handelt es sich bei der Marktbeobachtungsstelle um die erste ihrer Art im Schweizer Agrarsektor. Ihre Arbeit wird von den Westschweizer Kantonen und dem Bund unterstützt. Die Marktbeobachtungsstelle benutzt bei ihrer Arbeit Daten aus unterschiedlichen Quellen. Verarbeitet werden unter anderem Erhebungen im Grosshandel und bei Konsumenten, Statistiken von Bund und Kantonen sowie brancheninterne Daten.
Preisentwicklung analysieren
Die erste Ausgabe des Weinbeobachter widmet unter anderem sich der Grosshandelspreisentwicklung der wichtigsten Schweizer Sorten zwischen 2001 und 2003. Analysiert werden ferner die Importe ausländischer Weiss- und Rotweine. Abwechselnd wird auch die Preisentwicklung der verschiedenen Appellationen untersucht -- in der Erstausgabe jene der Walliser Weine. Ein Spezialthema beschliesst jeweils die Ausgabe: Zum Auftakt zeigt der Weinbeobachter Konsumgewohnheiten der Schweizerinnen und Schweizer auf. (sda)

