EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat die Umsetzung einer neuen Auflage für die Autowerbung geplant. Demnach sollen künftig 20 Prozent der Werbefläche reserviert werden, um Angaben zu Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoss des beworbenen Gefährts zu machen. Autoindustrie und Medien fürchten nun massive Verluste.
"Das Ausmass der Verluste wird von der Art der Massnahmen abhängig sein. Bisher sind Texthinweise für CO2-Ausstoss und Spritverbrauch üblich. Bei einer grafischen Hinweispflicht ist zu befürchten, dass die Autoindustrie in andere Werbekanäle abwandert", erklärt Christoph Fiedler, Leiter des Bereichs Medienpolitik beim Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, im Gespräch mit pressetext. Werbetreibende fühlen sich in ihrer Kreativität eingeengt und sprechen von Zensur.
"Wenn Hersteller derart eingeengt werden, dann müssen sie sich nach neuen Möglichkeiten umsehen, im Internet und im Bereich Event und Sponsoring", bestätigt Jochen Sengpiehl, Marketingleiter Pkw bei Volkswagen. Offenbar wären nach derzeitigem Plan lediglich Printmedien von der neuen Regelung betroffen.Dass Internet-Werbung oder Fernsehen von den Massnahmen in Zukunft nicht betroffen sein sollen gilt als unwahrscheinlich. (pte)

