16.05.2021

Coop will Gutes tun

«Wir wollen schweizweit eine positive Bewegung auslösen»

Mit einer grossen Kampagne lanciert Coop einen weiteren «Tag der guten Tat». Was bringt das aus Marketingperspektive? Projektleiter Sandro Hodel über seine obersten Chefs, die Lebensmittel einsammeln, und die Hintergründe der Kooperation mit 20 Minuten.

Herr Hodel, welche der 43 Mitmachaktionen werden Sie am 29. Mai selber begleiten?
Am Samstag werde ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen die gesamte Kommunikation rund um den «Tag der guten Tat» betreuen und somit Einblick in alle Aktionen unserer Partner haben. Wir sind als Mediencenter organisiert und werden die Taten der Bevölkerung, unserer Partner und der Mitarbeitenden auf unserer Webseite und im 20-Minuten-Ticker zugänglich machen. Unser Ziel ist es, mit möglichst vielen guten Taten die Schweiz zu bewegen.

Doch wo sind Sie besonders engagiert?
In der Vorwoche nehme ich mit dem Coop-Nachhaltigkeitsteam an einem Mapathon des Schweizerischen Roten Kreuz teil. Dabei geht es darum, abgelegene Krisenregionen virtuell zu kartografieren, um diese für die humanitären Helferinnen und Helfern vor Ort besser zugänglich zu machen.

Bildschirmfoto 2021-05-15 um 15.17.09


Bei all den coronabedingten Unsicherheitsfaktoren in der Planung: Warum haben Sie sich trotzdem entschieden, die Aktion durchzuführen?
Es ist uns ein Anliegen, mit der Initiative ein Zeichen für die Solidarität zu setzen. Die Mitmachinitiative stellt das gesellschaftliche Engagement in den Mittelpunkt – das ist in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Die Mitmachaktionen finden unter Einhaltung der geltenden Schutzmassnahmen statt. So können wir auch in der aktuellen Zeit mit kleinen und grossen Taten einen wichtigen Beitrag für unsere Mitmenschen, die Gesellschaft und die Umwelt leisten.

«Die Kooperation mit 20 Minuten und verschiedenen Lokalradios hilft uns, regionale Taten zu porträtieren und in einen Dialog mit der Bevölkerung zu treten»

Auch die Mitarbeitenden werden gute Taten vollbringen (persoenlich.com berichtete). Was haben Sie hierbei geplant?
Gute Taten werden bei Coop gelebt: Unser Verwaltungsratspräsident Joos Sutter, CEO Philipp Wyss und die gesamte Geschäftsleitung engagieren sich am 29. Mai zum Beispiel bei einer Gewässerputzete oder der Sammlung von Lebensmitteln. Über 2000 Coop-Supermärkte setzen in diesem Jahr gute Taten für die Kundinnen und Kunden um. Das ist unglaublich toll und inspiriert zu vielen weiteren guten Taten in der Bevölkerung.

Und sonst?
Auch Mitarbeitende in der Verwaltung engagieren sich in Kleingruppen. Sie säubern Waldabschnitte, renovieren Spielplätze, organisieren Kleidersammlungen, unterstützen ältere Nachbarinnen und Nachbarn bei Gartenarbeiten oder backen für ein lokales Altersheim.

Kaffee, Gipfeli oder Grillgut verschenken: Gilt das tatsächlich als «gute Tat»? Wäre es nicht viel wertvoller, Zeit und Aufmerksamkeit verschenken zu können?
Wir möchten am «Tag der guten Tat» zu guten Taten anregen, die einen wirkungsvollen Beitrag für Mitmenschen oder die Umwelt schaffen. In unseren Verkaufsstellen haben wir uns aufgrund der aktuellen Situation auf wenige Taten fokussiert, die sich unter Einhaltung der Schutzmassnahmen durchführen lassen. Es soll eine Anregung an unsere Kundinnen und Kunden sein, ebenfalls eine gute Tat durchzuführen. Kleine Taten sollen so zu grösseren, langfristigen Taten anregen. So werden gute Taten verankert. Damit können wir gemeinsam – jeder in seinem Rahmen – eine positive Bewegung in der ganzen Schweiz auslösen.

«Unser Verwaltungsratspräsident Joos Sutter, CEO Philipp Wyss und die gesamte Geschäftsleitung engagieren sich zum Beispiel bei einer Gewässerputzete oder der Sammlung von Lebensmitteln»

Beim Zusammentragen und Sprechen über die guten Taten: Was für eine Rolle spielt der Ticker auf 20 Minuten?
Auf dem Liveticker kann jede und jeder am Samstag mitverfolgen, welche gute Taten in den verschiedenen Landesteilen der Schweiz von Einzelpersonen, Familien, Organisationen und Vereinen durchgeführt werden. Er ist damit ein zentrales Element, welches sich in unsere Gesamtkommunikation einfügt. Daneben wird der «Tag der guten Tat» mittels TV-Spot, Print, Online- und DOOH-Massnahmen sowie Umsetzungen am POS kommuniziert. Es wird zudem eine Titelgeschichte in der Coopzeitung und eine breite Berichterstattung in unserem Mitarbeitendenmagazin «Forte» geben.

Und 20 Minuten?
Die Kooperation mit 20 Minuten und verschiedenen Lokalradios hilft uns, regionale Taten zu porträtieren und in einen Dialog mit der Bevölkerung zu treten. Mit diesem Gesamtpaket ist es schon 2019 gelungen, die Schweiz zu guten Taten zu bewegen. Daran schliessen wir dieses Jahr an.

Wird der Ticker von der Redaktion betrieben oder von Coop-Mitarbeitenden?
Die Publikationen auf dem Liveticker erfolgen in Zusammenarbeit mit der 20-Minuten-Redaktion, wobei die Inhalte vom Coop-Mediencenter zur Verfügung gestellt werden. Wir pflegen eine sehr gute Partnerschaft zu den Kolleginnen und Kollegen von 20 Minuten. Unser Team arbeitet mit ihnen am Samstag rund um die Uhr daran, eine spannende Mischung emotionaler und wirkungsvoller Taten aus den unterschiedlichsten Bereichen und Landesteilen zusammenzustellen und über die verschiedenen Kanäle zu kommunizieren. Neben dem Liveticker sind die Webseite und die Social-Media-Kanäle unsere zentralen Plattformen, über die wir die Taten verbreiten und weiterkommunizieren.

«Letztes Mal wurden 80 Liter Blut gespendet, ganze Flussufer von Abfall befreit und rund 6000 Kilogramm Lebensmittel für armutsbetroffene Menschen gesammelt»

Auf welche im Marketing von Coop wichtigen Faktoren zahlt diese Aktion ein? Oder anders gefragt, was ist der Benefit für Coop von dieser Aktion?
Der «Tag der guten Tat» ist eine Initiative, welche im Rahmen unserer Nachhaltigkeitskampagne «Taten statt Worte» entstanden ist. Mit diesem Engagement möchten wir unsere Verantwortung in der sozialen Nachhaltigkeit stärken und einen Mehrwert für die Gesellschaft und die Umwelt schaffen. Es ist eine Mitmach-Initiative, die die Schweiz begeistern und bewegen soll! Der «Tag der guten Tat» gliedert sich in die bestehenden gesellschaftlichen Engagements von Coop ein, bei welchen wir mit dem Schweizerischen Roten Kreuz, Schweizer Tafel, Tischlein deck dich und dem WWF Schweiz seit Jahren zusammenarbeiten.



Welche Zielwerte haben Sie sich gesetzt: Wann gilt die Aktion für Coop als Erfolg?
Es ist uns ein Anliegen, mit dem Tag die Aufmerksamkeit auf das freiwillige Engagement und die schönen Gesten im Alltag zu legen. Dazu gibt es folgende Überlegung: In der Schweiz leisten Freiwillige jedes Jahr mehr als 650 Millionen Arbeitsstunden. Mit diesem Engagement wird nicht nur der soziale Zusammenhalt gefördert, sondern es werden auch enorm viele positive Engagements und Aktivitäten geschaffen, welche sonst so nicht möglich wären. Wenn wir diese wichtige Arbeit in den Fokus rücken und die Bevölkerung zu guten Taten animieren können, die über diesen Tag hinausgehen, dann ist dies ein Erfolg für unsere Initiative.

Und wann ist der «Tag der guten Tat» für Sie persönlich geglückt?
Für mich ist dieser Tag in erster Linie eine Herzensangelegenheit. Mich berühren die emotionalen Geschichten, von denen dieser einzigartige Tag lebt. So haben Mitarbeitende im 2019 Spenden für die Kinderkrebshilfe gesammelt, Stoffbinden für Flüchtlingsfrauen aus Syrien genäht oder ihre 80-jährige Nachbarin bei der Gartenarbeit unterstützt. Ebenso wurden dank unserer Partner damals 80 Liter Blut gespendet, ganze Flussufer von Abfall befreit und rund 6000 Kilogramm Lebensmittel für armutsbetroffene Menschen gesammelt. Das ist grossartig. Diese Fülle an Taten zeigt für mich die Wichtigkeit dieser Mitmachinitiative auf. (eh)


Die Fragen wurden schriftlich beantwortet.



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