Der Verhaltenskodex (Code of Conduct) zur strikten Trennung von journalistischen Inhalten und kommerzieller Werbung ist bis dato von 147 Einzeltiteln der Schweizer Presse unterzeichnet worden. Jetzt geht es um die Umsetzung. "Wir sind sehr froh, dass nach jahreslangen Bemühungen ein solcher Verhaltenskodex für die Presse ins Leben gerufen worden ist", sagte Res Strehle, Präsident der Konferenz der Chefredaktoren, am Dienstag an der Verlegertagung in Zürich.
Strehle verglich den Etappenerfolg mit einem Sieg auf der Alpe d'Huez bei der Tour de France. Jetzt gelte es, die restliche Strecke bis Paris erfolgreich zu bewältigen. Konkret: den Code of Conduct in der Praxis umzusetzen. Dazu solle ein Monitoring eingerichtet werden. Auch seien die Ausführungsbestimmungen für die Umsetzung des Verhaltenskodexes zu erarbeiten. Der Presserat wäre laut Strehle die richtige Instanz dafür. Ein entsprechender Vorschlag sei für den März traktandiert.
Für Ralph Büchi, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Axel Springer (Schweiz), ist wichtig, dass die Redaktionen genügend Spielraum für die Umsetzung haben. Allzu rigide Bestimmungen seien kontraproduktiv. Sonst bleibe der Kodex ein Papiertiger. Der Verhaltenskodex wird von der Konferenz der Chefredaktoren, den Verlegerverbänden in der Deutschschweiz, der Westschweiz und im Tessin sowie von den Verbänden der Schweizer Werbebranche (BSW, SWA, ASW, FRP) unterstützt. (sda)

