In einer weit gefassten Definition des Medienbereichs finden sich in der Schweiz im Jahr 2008 17'482 Unternehmen mit rund 116'000 Beschäftigten - etwa 2 Prozent weniger als im Jahr 2001. Sie erzielen einen Umsatz von 40 Milliarden Franken. Dies zeigt eine der vom Bakom publizierten Studien. Der gesamte Medienbereich umfasst damit im Verhältnis zu allen Unternehmen in der Schweiz ausserhalb der Landwirtschaft rund 3 Prozent des Umsatzes gemäss der Mehrwertsteuerstatistik, 6 Prozent der Unternehmen und 3 Prozent der Beschäftigten. Nach konjunkturell schwierigen Jahren hat dieser weitgefasste Medienbereich damit wieder weitgehend das Niveau des Jahres 2000 erreicht.
Aus den zehn grössten wurden sieben
Der Kern des Medienbereichs, die publizistischen Massenmedien, zählt knapp 1200 Unternehmen. Aus den zehn grössten Unternehmen des Jahres 2000 im Pressebereich sind im Jahr 2009 sieben geworden. Ihr Umsatz ist von 6,9 Mrd. auf 5,8 Mrd. Franken geschrumpft. Nicht nur der konjunkturelle Einbruch gegen Ende 2008 habe das seinige zu diesem Ergebnis beigetragen, welches für weite Teile der Pressebranche stehe, sondern ein struktureller Wandel des gesamten Medienbereichs, heisst es in der Studie. Die Presse verlor von 2001 bis 2009 fast einen Drittel ihrer Werbeerträge, insgesamt fast eine Milliarde Franken. Damit ist der Anteil der Pressewerbung am Total der Werbung von 53 auf 37 Prozent zurückgegangen - die Onlinewerbung einrechnet, die schätzungsweise 2009 auf 360 Mio. Franken kommt.
Die anderen "traditionellen" Werbebereiche, ausser der Aussenwerbung, haben über diesen Zeitraum an Umsatz zugelegt: die elektronischen Medien, vor allem das Fernsehen, um 7 Prozent auf 737 Mio. Franken und die Direktwerbung sogar um knapp 13 Prozent auf 1,251 Mrd. Franken. Und die privaten Haushalte geben im Vergleich der Jahre 2000 und 2008 rund 19 Prozent weniger für Presseprodukte aus. Sie brauchen dafür mehr Geld für Geräte - insbesondere Computer/Internet und Fernsehen. (sda)

