Nach einem Ertragsüberschuss von 24.5 Mio. Franken im Vorjahr schliesst die SRG SSR idée suisse das Jahr 2001 mit einem Defizit von 18.3 Mio. Franken ab. Damit ist das Unternehmen seit 1998 zum ersten Mal wieder in den roten Zahlen. Als Hauptgrund werden die konjunkturelle Abschwächung und ihre Auswirkungen auf die Werbeeinnahmen genannt. Deren Abnahme im Vergleich zum Vorjahr beträgt bei SRG SSR 12.3 Prozent (37.4 Mio. Franken).
"Auch wir wurden überrascht", gestand Daniel Jorio, Leiter Finanzen und Controlling, an der Pressekonferenz vom Dienstag. Budgetiert war eine ausgeglichene Rechnung. Generaldirektor Armin Walpen hielt an der Medienkonferenz indes bereits zu Beginn fest, die Geschäftsleitung habe rasch gehandelt und die nötigen Einsparungen nach strategischen Gesichtspunkten -- und nicht linear über alle Abteilungen -- angeordnet. Das Unternehmen steht seiner Meinung nach "gut im Markt".
Bei der Rechnungslegung (seit 1999 gemäss GAAP-FER-Normen) wird unterschieden zwischen dem Ergebnis des Stammhauses SRG SSR idée suisse und jenem des Konzerns, zu welchem auch die Tochtergesellschaften (TPC, Publica Data, Telvetia) sowie die Beteiligungen (Publisuisse: 98 Prozent; Swiss TXT: 92 Prozent; Viasuisse: 55 Prozent) gehören.
Beim Stammhaus beträgt der Cash flow aus der Geschäftstätigkeit 34.3 Mio Franken (Vorjahr: + 85.5), das Eigenkapital macht 52.2 Prozent (2000: 50.4) der Bilanz aus. Der Konzern wiederum erwirtschaftete ein Minus von 17.4 Mio. Franken (2000: +24.4), der Cash flow aus der Geschäftstätigkeit betrug 10.4 Mio. Franken (2000: +116.5) und das Eigenkapital lag bei 51.5 Prozent (2000: 49.7) der Bilanz.

