12.05.2004

AZ Medien

2003 "mit einem blauen Auge davon gekommen"

Besserung im 2004 erwartet.

Die AZ Medien Gruppe hat nach eigenen Angaben ihr bisher schwierigstes Geschäftsjahr hinter sich. Der Konzerngewinn legte 2003 zwar wieder zu, erreichte indes nur 1 Mio. Franken. Die Dividende von 5 Prozent soll unverändert bleiben.

Im vergangenen Geschäftsjahr sei ein knapp zufriedenstellendes Ergebnis erzielt worden, teilte die AZ Medien Gruppe am Mittwoch mit. Deren Flaggschiff ist die Aargauer Zeitung (AZ). Laut der Gruppe hielt 2003 bei äusserst angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der massive Druck auf das Inserategeschäft an.

Gewinn unbefriedigend

Bei den Zeitungen wie auch im Kundendruck hätten starke Umsatzrückgänge verkraftet werden müssen. Erst gegen Jahresende habe sich eine konjunkturelle Stabilisierung abgezeichnet und hätten Sparmassnahmen zu greifen begonnen. Der konsolidierte Betriebsertrag sank um 9 Prozent auf 166 Mio. Franken. Samt nicht voll konsolidierter Beteiligungen nahm er um 8 Prozent auf 181.7 Mio. Fr. ab. Die Einbusse konnte nur teilweise durch Einsparungen und das verbesserte Finanzergebnis aufgefangen werden.

Der Gewinn legte nach dem Einbruch des Vorjahres zwar wieder um 67 Prozent zu, blieb aber auf unbefriedigendem Niveau, wie es weiter heisst. Vom Betriebsertrag entfielen 54 Prozent auf Zeitungen, 16 Prozent auf Druck und Vertrieb und 11 Prozent auf Zeitschriften. 10 Prozent machte das Buchgeschäft und 9 Prozent der Bereich Radio/TV aus.

Wanner: 'Noch nie erlebt'

Das Inserateaufkommen der Aargauer Zeitung habe sich "in der Bandbreite eines konjunkturell gedämpften Branchendurchschnitts" bewegt. Der Verbund Mittelland Zeitung (MZ) mit Solothurner Zeitung, Oltner Tagblatt und Zofinger Tagblatt habe seine Position in der Spitzengruppe der Deutschschweizer Tagespresse verteidigt.

"Einen Rückgang der Werbeeinnahmen in diesem Tempo und Ausmass habe ich noch nie erlebt", kommentierte Verleger Peter Wanner in der AZ vom Mittwoch das Geschäftsjahr. Übers Ganze sei die Gruppe aber noch "mit einem blauen Auge davon gekommen". Für die Beschäftigten war 2003 laut Wanner jedoch "ein hartes Jahr": Am Jahresende betrug die Zahl der Vollzeitstellen noch 542, gegenüber 634 im Vorjahr.

2004: deutliche Steigerung


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