29.06.2011

Schweizer Presserat

2010 gut zehn Prozent mehr Beschwerden

Die Zahl der Stellungnahmen sank auf 65 (Vorjahr 72).

Beim Schweizer Presserat sind im letzten Jahr 83 Beschwerden eingegangen - 9 mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Stellungnahmen sank auf 65 (Vorjahr 72). 12 Beschwerden wurden zurückgezogen, auf 15 trat der Presserat nicht ein und 20 wurden abgewiesen. Wie dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht 2010 des Presserates zu entnehmen ist, stellte das Aufsichtsorgan in 27 Beschwerdefällen eine Verletzung der Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten fest.

Zwölf Mal rügte der Presserat, dass die Privatsphäre betroffener Personen nicht respektiert worden sei, obwohl daran kein öffentliches Interesse bestanden habe. Achtmal rügte der Rat Medienschaffende, weil sie in Artikeln oder Beiträgen Beschuldigte nicht angehört oder wichtige Informationen unterschlagen respektive entstellt dargestellt hatten. Zu den Verstössen, die der Presserat rügte, gehörte auch, dass bearbeitete Bilder nicht gekennzeichnet wurden, Berichtigungen unterblieben, unlauter recherchiert wurde oder die Menschenwürde verletzt wurde. (sda)


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