25.02.2026

Pressefreiheit

2025 ist tödlichstes Jahr für Journalisten

Von 129 registrierten Tötungen gehen laut Komitee zum Schutz von Journalisten die meisten auf Israel zurück.

Im Jahr 2025 sind laut dem Komitee zum Schutz von Journalisten (CPJ) so viele Journalisten und Medienschaffende getötet worden wie seit mehr als drei Jahrzehnten nicht. Insgesamt seien 129 derartige Todesfälle gezählt worden, teilte das CPJ in New York mit. Den Angaben zufolge gehen die meisten der Todesfälle auf Israel zurück.

«Israel war sowohl im Jahr 2025 als auch im Jahr 2024 für zwei Drittel aller Tötungen von Pressevertretern verantwortlich», hiess es in dem Bericht. Mehr als 60 Prozent der 86 vonseiten Israels getöteten Pressevertreter seien Palästinenser gewesen, die aus dem Gazastreifen berichteten. An zweiter Stelle insgesamt folgt weit abgeschlagen der Sudan mit neun getöteten Presseangehörigen. Im Kontext des Ukrainekrieges seien im vergangenen Jahr vier Tote gezählt worden.

«Kultur der Straflosigkeit»

Die Organisation kritisierte zudem eine «Kultur der Straflosigkeit für Angriffe auf die Presse». 47 der 129 Fälle klassifiziert das CPJ als Fälle, in denen Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden seien. Für 81 Prozent dieser Todesfälle sei Israel verantwortlich. In Fällen gezielter Tötung sei nur sehr selten transparent ermittelt worden sei, monierte das CPJ.

Der Gazastreifen gilt derzeit als der weltweit gefährlichste Einsatzort für Journalistinnen und Journalisten. Israel hatte Journalisten im Gazastreifen mehrfach vorgeworfen, sie seien für die Hamas im Einsatz gewesen.

Das CPJ dokumentiert eigenen Angaben zufolge Fälle von getöteten Pressevertretern seit 1992. (sda/dpa/spo)


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KOMMENTARE

Max Röthlisberger
26.02.2026 17:51 Uhr
@Rüdiger Maness. Sie haben vollkommen Recht! Auch wäre es nie vorstellbar gewesen, dass ein paar wenige Multimilionär-Familien bestimmen, was die Leserschaft zu interessieren hat. Aber im Ausland ist das ja schon eine Weile so. Was aber wirklich schlimm ist, welche Informationen dem mündigen Bürger vorenthalten werden.
Rüdiger Maness
25.02.2026 22:52 Uhr
Auch in der Schweiz ist die unabhängige Presse zunehmend unter Druck. Wer hätte vor wenigen Jahren gedacht, dass g erfolgreiche, unabhängige Zeitungen von einzelnen Politikern per Fingerschnipsen ausgeknipst werden könnten. Oder wie es ein kluger Mann sagte, der es wissen musst: "Falls Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen." (George Orwell)
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