11.11.2025

Sunrise

219 Millionen für Eishockey-Rechte verbucht

Die Gesamtsumme, die der Telekomanbieter bezahlen müsse, sei aber leicht höher, da sie gestaffelt erfolge.
Sunrise: 219 Millionen für Eishockey-Rechte verbucht
Sunrise hat im dritten Quartal 7000 Internetkunden verloren. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

Sunrise verbucht 218,7 Millionen Franken für die Eishockey-Rechte, die der Konzern im Sommer gewonnen hat. Die Gesamtsumme, die der Telekomanbieter bezahlen müsse, sei aber leicht höher, sagte Konzernchef André Krause am Dienstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP.

Denn die Zahlungen erfolgten gestaffelt über die Laufzeit der Vertragsdauer von acht Jahren. Damit liegen sie in der Zukunft. Der abdiskontierte faire Wert, den man im dritten Quartal 2025 in die Bücher genommen habe, betrage 218,7 Millionen Franken.

Sunrise hatte im Sommer die TV-Rechte für die Schweizer Eishockey-Meisterschaft von 2027 bis 2035 gewonnen. Über die Gesamtsumme habe man mit der National League Stillschweigen vereinbart, hiess es damals. Laut NZZ fliessen künftig nur noch 30 Millionen Franken pro Jahr an die Eishockey-Clubs statt bisher 35 Millionen.

Teilt man die jetzt verbuchten 218,7 Millionen Franken durch die acht Jahre Laufzeit, ergibt dies einen Wert von 27,3 Millionen pro Jahr. Sunrise-Chef Krause wollte diese Zahlen im Gespräch mit AWP nicht kommentieren.

Kundenverlust

Im Gespräch wurde auch der Rückgang von 7000 Internetkunden im dritten Quartal thematisiert. Nach Ansicht von Krause sei das ein Ausreisser. Im Schlussquartal rechnet der Chef des zweitgrössten Telekomkonzerns wieder mit einem Zuwachs bei den Kundenzahlen.

Sunrise sei im dritten Quartal von zwei Faktoren getroffen worden, so Krause. Einerseits würden im Sommerquartal traditionellerweise nicht sehr viele Kunden Internetanschlüsse kaufen. Zudem habe sich die Umstellung der verbleibenden UPC-Kunden auf Sunrise-Abos noch negativ ausgewirkt. Da habe man etwas mehr Kunden verloren als erwartet.

Am Schluss der Umstellung kämen immer die komplexeren Fälle. «Und die haben leider häufiger als erwartet dazu geführt, dass der eine oder andere Kunde gesagt hat: Nein danke, das ist mir zu umständlich, das mache ich jetzt nicht», sagte der CEO. (awp/sda/spo)


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