28.06.2012

Mediennutzung

3'150 Franken pro Jahr und Haushalt

Ausgaben für Downloads stark gestiegen.

Ein Schweizer Privathaushalt hat letztes Jahr durchschnittlich 3'150 Franken für den Medienkonsum ausgegeben. Das sind 230 Franken mehr als noch im Jahr davor. Während die Ausgaben für Zeitungen und Zeitschriften stabil blieben, stiegen jene für Downloads stark. Insgesamt gaben die Schweizerinnen und Schweizer 2011 wiederum 5,2 Milliarden Franken für redaktionelle Inhalte aus. Dies geht aus den Studien "Medienbudget" und "Medientrends" hervor, die der Verband Schweizer Medien am Donnerstag in Zürich präsentierte. Für die gedruckte Presse wurden dabei 1,7 Milliarden Franken aufgewendet.

Die Erlöse aus Presseabonnements stagnierten bei 1,2 Milliarden Franken, der Einzelverkauf ging um 8 Prozent auf 527 Millionen Franken zurück. Die Ausgaben für medienrelevante Downloads betrugen 546 Millionen Franken. Dies ist eine Steigerung um 11,2 Prozent. Daraus lasse sich schliessen, dass die Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz ihren Print-Marken treu bleiben, auch in der digitalen Medienwelt. Die Bedeutung der Abonnements sei weiterhin hoch, auch wenn zunehmend Medieninhalte auf mobilen Geräten genutzt werden, heisst es in der Studie.

Akzeptanz für Bezahlmodelle im Internet

Der gesamte Medienmarkt ist 2011 leicht gewachsen. Die Einnahmen aus dem Nutzer- und dem Werbemarkt betrugen 14,3 Milliarden Franken. Dies sind 0,3 Prozent mehr als 2010. Herausgefordert fühlen sich die Medienverantwortlichen gemäss Studie von den Finanzkrisen und dem Strukturwandel in der Kommunikationswelt. Viele steckten in dem Dilemma, die Kosten unter Kontrolle zu halten und gleichzeitig in innovative Angebote zu investieren. (sda)


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