19.11.2024

Bundeshaushalt

36 Prozent würden bei der Medienförderung sparen

In einer Umfrage lehnen 48 Prozent der Bevölkerung den Sanierungsvorschlag des Bundeshaushalts ab. Bei der Frage, wo gespart werden soll, herrscht Uneinigkeit. Am zweitmeisten wird die Medienförderung genannt.

48 Prozent der Bevölkerung in der Schweiz lehnen den bundesrätlichen Vorschlag zur Sanierung des Bundeshaushalts ab. 45 Prozent sind dafür. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Sotomo.

Anhängerinnen und Anhänger von SVP, FDP und Mitte bewerteten das Massnahmenpaket mehrheitlich positiv. Bei GLP, SP und Grünen seien die Meinungen grösstenteils ablehnend, teilte Sotomo am Dienstag mit.

Der Bundesrat möchte hauptsächlich die Ausgaben reduzieren. Eine Mehrheit von 54 Prozent möchte das Defizit gemäss der Umfrage hingegen mindestens zur Hälfte durch Mehreinnahmen decken. Nur die Parteianhängerschaft von FDP und SVP sei mehrheitlich der Ansicht, es sollte hauptsächlich oder ausschliesslich gespart werden, so Sotomo.

Eine grosse Uneinigkeit herrsche bei der Frage, wo der Bund seine Ausgaben reduzieren sollte, schreibt Sotomo. Mit 41 Prozent ist der Anteil an Sparwilligen bei der Entwicklungshilfe am grössten, gefolgt von der Medienförderung mit 36 Prozent und der Armee mit 35 Prozent.

Durchgeführt wurde die Befragung online zwischen dem 28. Oktober und dem 11. November 2024. Die Grundgesamtheit der Befragung bildet gemäss den Angaben von Sotomo die sprachlich integrierte Wohnbevölkerung der Deutschschweiz und der französisch- und italienischsprachigen Schweiz. Nach Bereinigung und Kontrolle der Daten konnten die Angaben von 3080 Personen verwendet werden. (sda/wid)


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