22.01.2021

SRF

466 Mitarbeitende unterzeichnen Protestbrief

Das Personal fordert «mehr Transparenz und ehrliche Kommunikation». Es kam zu einer ersten Aussprache.
SRF: 466 Mitarbeitende unterzeichnen Protestbrief
Hinter diesen Mauern findet derzeit der grösste Personalumbau in der Geschichte von SRF statt. (Bild: SRF/Oscar Alessio)

Der Umbau bei Schweizer Radio und Fernsehen SRF sorgt intern für Unmut. Bis in zwei Jahren will SRF 211 Stellen abbauen und gleichzeitig 95 Stellen durch neue Funktionen ersetzen. Unter dem Strich werden bis 2022 also 116 Stellen gestrichen (persoenlich.com berichtete). Der erste Teil der Personalmassnahmen wird noch im Januar umgesetzt.

Wohin der Umbau führen soll, ist vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unklar. Im Dezember haben deshalb 466 von ihnen ein Schreiben mit Fragen an die Chefinnen und Chefs unterzeichnet, wie die Medienwoche berichtet. Das sei fast ein Fünftel des gesamten SRF-Personals. Sie fordern von der Spitze mehr Transparenz und ehrliche Kommunikation.

«Mir war bewusst, dass die Kommunikation anspruchsvoll werden würde. Corona und Homeoffice machen es auch nicht einfacher», wird Andrea Hemmi, Leiterin der SRF-Kommunikation, im Artikel zitiert. «Wir haben versucht, mit verschiedenen Kommunikationsformen die unterschiedlichen Informationsbedürfnisse zu befriedigen.» Möglicherweise sei es aber auch zu viel Information gewesen. Hemmi habe jedoch weiterhin den Anspruch, «alle mitzunehmen».

Mittlerweile hat eine Aussprache stattgefunden. Die SRF-Geschäftsleitung traf sich laut Medienwoche am 12. Januar mit den Initianten des Briefs zu einer Videokonferenz. Diese hätten im Anschluss den Eindruck gehabt, dass ihr Anliegen ernst genommen werde, wenn auch keine konkreten Massnahmen beschlossen worden seien. (cbe)



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