Insgesamt 52 TV-Produktionen bzw. Fernsehschaffende sind für den deutschen Grimme-Preis 2002 nominiert. WDR und Arte führen die Liste der Nominierten mit je 15 Kandidaten an, die Privatsender steigerten sich auf insgesamt zehn Nominierungen (Sat.1: sieben, RTL: drei). Dies gab das Adolf-Grimme-Institut am Mittwoch bekannt. Die Verleihung findet am 22. März in Marl im Zelt des Circus Roncalli statt. Unter den Nominierten sind auch zwei Co-Produktionen von SF DRS: zum einen der Film "Anna Wunder" von Ulla Wagner (WDR/SF DRS/ARTE), zum anderen der Mehrteiler "Die Manns - Ein Jahrhundertroman" von Heinrich Breloer (WDR/NDR/BR/ARTE/ORF/SRG/SF DRS). Heinrich Breloers Familiensaga "Die Manns Ein Jahrhundertroman" ist ebenso wie "Mein Leben und Ich" (RTL) in der Kategorie "Serien & Mehrteiler" nominiert. In der Kategorie "Fernehspiel/TV-Movies" finden sich unter anderem der bereits mehrfach preisgekrönte Film "Nordrand" (ZDF/Arte) der Österreicherin Barbara Albert, "Die Unberührbare" (ZDF) mit Hannelore Elsner sowie die "Harald Schmidt Show: Peymann" (Sat.1). Insgesamt gibt es im Bereich "Fiktion & Unterhaltung" 20 Nominierungen.
Harald Schmidt wurde darüber hinaus auch im Bereich "Spezial" für "den angemessenen Umgang mit den Ereignissen des 11. September" nominiert. Schmidt hatte seine "Late Night Show" nach den Attentaten in den USA zwei Wochen ausgesetzt, um am 25. September auf "souveräne Art und Weise" zur Normalität des Sendebetriebs zurückzukehren, so die Jury. Im Zusammenhang einer "kinder- und jugendgerechten Berichterstattung über die Terroranschläge" wurden auch Verena Egbringhoff und Markus Mörchen stellvertretend für die redaktionelle Entwicklung und Gestaltung des Sonderformats "tivi-extra" (ZDF) nominiert. 12 Nominierungen gibt es im "Spezial"-Bereich insgesamt, weitere 20 im Bereich "Information & Kultur", für den unter anderem die Filme "Lieber Fidel" (WDR/SWR/Canal+) sowie "Die Akte Joel" (ZDF/Arte) ausgewählt worden sind.

