08.01.2019

SRF CH: Filmszene

66’000 sahen «Die Vierte Gewalt» am TV

Am Freitagabend war der Dokumentarfilm über die kriselnde Medienbranche vom Berner Regisseur Dieter Fahrer auf SRF1 zu sehen. Urs Fitze, Bereichsleiter Fiktion, hatte sich «mehr Resonanz erhofft».
SRF CH: Filmszene: 66’000 sahen «Die Vierte Gewalt» am TV
Der Regisseur Dieter Fahrer bei Aufnahmen beim «Bund». (Bild: Bund/Franziska Rothenbühler)
von Michèle Widmer

Im Januar 2018 feierte der Dokumentarfilm «Die Vierte Gewalt» an den Solothurner Filmtagen Premiere (persoenlich.com berichtete). Ein Jahr später, am vergangenen Freitag, wurde die Dokumentation auf SRF1 ausgestrahlt. Der Berner Regisseur Dieter Fahrer und sein Team sind dafür zwei Jahre lang in die Welt der Medien eingetaucht und haben die Redaktionen der Zeitung «Bund», des Onlineportals «Watson», der SRF-Radiosendung «Echo der Zeit» besucht, sowie die Lancierung des Onlinemagazins «Republik» verfolgt.

Zum Ausstrahlungszeitpunkt, am späten Freitagabend, erreichte «Die Vierte Gewalt» 66'000 Zuschauerinnen und Zuschauer (älter als drei Jahre) vor ihren Fernsehgeräten. In der werberelevanten Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen sahen sich 37'000 Personen den Film an. Letzteres entspricht einem Marktanteil von 7,5 Prozent.

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Bei SRF ist man mit dieser Quote nicht zufrieden. «Wir haben uns etwas mehr Resonanz erhofft», sagt Urs Fitze, Bereichsleiter Fiktion, auf Anfrage von persoenlich.com. Der Film sei ursprünglich für das Kino produziert worden und spreche dort ein anderes Publikum als im TV an. «Leider funktioniert im TV nicht immer, was im Kino erfolgreich ist», fügt er an. 

Erfreulich wertet Fitze die Online-Nutzung. In der SRF-Mediathek wurde die Dokumentation bisher rund 6000 Mal abgespielt. Dort ist sie noch bis am Freitag zu sehen.

 

 



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Kommentare

  • Robert Weingart , 07.01.2019 20:24 Uhr
    Beschweren sich über die Zuschauerzahl. Wie einfältig muss man sein? Vielleicht das nächste Nal früher senden, Leute!
  • Christian Gerber, 08.01.2019 06:51 Uhr
    Punkto Resonanz: Ich sah mir den Film später im SRF-Player an, hatte dabei die Möglichkeit Szenen mehrmals anzuschauen und so die Produktion intensiver zu erleben.
  • Oliver Brunner, 08.01.2019 10:42 Uhr
    Typisch Schweizer Film: Sich über die Abwesenheit des "ignoranten" Publikums beschweren. Mir ging die Nabelschau und Selbstbweihräucherung der Journis schon nach wenigen Minuten auf den Zeiger und ich schaltete ab...
  • Ravena Frommelt, 08.01.2019 13:05 Uhr
    Die Online-Views sollten nicht unterschätzt werden. Oftmals hat man freitagabends schon etwas anderes vor und schaut weder SRF noch andere Sender. Deshalb sind so manche Zeitgenossen auch froh über die Möglichkeit, online Vieles nachschauen zu können, das sie grundsätzlich sehr interessiert. Ich fand den Film von der ersten bis zur letzten Minute eindrücklich, die Filmmusik gut gewählt. Eine Kollegin, die nichts mit Journalismus am Hut hat, fand den Dok ebenfalls eine Meisterleistung. Sie sagte mir, es geluste sie jetzt wieder, Zeitungen zu kaufen und sich ihre Informationen bewusster selbst zu suchen. Für jemand, der sonst nur watson liest, eine Wahnsinnsaussage, finde ich. Dass Watson so viel Raum im Film bekam, habe sie zuerst gestört. Doch dann habe sie es wie ein Eigengoal empfunden, so meine Ex-Watson-Leser-Kollegin.
  • Ravena Frommelt, 08.01.2019 14:14 Uhr
    Frage: Wenn man live, aber online schaut, wird das bei SRF dann als linear berechnet oder online/zählt nicht zu Einschaltquoten? Weil ich kann nicht jedes Mal den Fernseh mit in den Zugnehmen um 10vor10. :-/
  • Oliver Brunner, 08.01.2019 15:58 Uhr
    die SRG-Mitarbeiterin Frommelt fand den Film also toll. Wieso erstaunt mich das nicht?
  • Ravena Frommelt, 08.01.2019 23:14 Uhr
    schön wärs ;-) muss zuerst mal fertig studieren, dann schau ich weiter.
  • Ueli Custer, 11.01.2019 14:56 Uhr
    Ich bin froh, haben nicht mehr Leute diesen Film gesehen. Für Leute, die nicht im Medienbusiness zuhause sind, waren viele Ausdrücke völlig unverständlich. Und sie hätten vermutlich vor allem mitgenommen, dass Journis ein Flohnerleben haben. Für diejenigen, die drin sind (oder waren) war es hingegen irgendwie ziemlich langweilig.

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