Die Entlassung von Nik Niethammer (49), Chefredaktor der "Schweizer Illustrierten", habe schon seit zwei Monaten festgestanden, wie die Zeitung "Der Sonntag" berichtet. Die Ringier-Oberen hätten jedoch abgewartet, bis Niethammer zum zweiten Mal Vater wurde. Dies wisse die Zeitung aus zuverlässigen Quellen, wie es am Sonntag heisst. Ein erstes Indiz auf Niethammers bevorstehenden Rauswurf sei die Einladung zum 100-Jahr-Jubiläum des People-Magazins in Luzern gewesen - seine Unterschrift fehlte darin. Nachfragen aus dem Team habe der Ringier-Geschäftsleiter Zeitschriften Urs Heller mit der Begründung verworfen, jene von ihm und Marc Walder, CEO Ringier Schweiz und Deutschland, reichten doch aus. Heller war es auch, der Niethammer am vergangenen Dienstag um 14.30 Uhr eröffnete, dass ihm gekündigt werde. Es sei auch zu Konflikten mit Heller gekommen, weil dieser versucht habe, der "SI"-Redaktion an Niethammer vorbei PR-Stories aufs Auge zu drücken, wie die Zeitung weiter schreibt. (Siehe dazu auch: persoenlich.com.)
Für die Nachfolge auf den heissen Stuhl an der Dufourstrasse werden genannt: Peter Röthlisberger ("Blick am Abend"), Daniel Steil ("Focus online", Ex-"Blick") und Marco Boselli ("20 Minuten"). Mit Steil wäre nach Ralph Grosse-Bley ("Blick") und Karsten Witzmann ("SonntagsBlick") der dritte Deutsche an entscheidender Position bei Ringier.

