Der Markt an aktuellen deutschen Wirtschaftsmedien ist um eine Publikation reicher geworden. Am Dienstag startete das "Wall Street Journal" (WSJ) seinen deutschen Ableger - allerdings nur online und nicht als klassische Zeitung. Die Redaktion versprach ihren Lesern "Internationale Wirtschaftsnachrichten auf Deutsch. Nur im Netz, nie am Kiosk". Die Macher des deutschen WSJ sitzen bei ihren Kollegen des Wirtschaftsdienstes Dow Jones in Frankfurt. Beide gehören zur NewsCorp um Rupert Murdoch. Die neue Redaktion leitet Knut Engelmann, der einst globaler Nachrichtenchef bei der Wirtschaftsagentur Reuters war.
Engelmann gab sich zum Start kämpferisch. In einer Willkommensnotiz kündigte er an, seinen Lesern "jeden Tag aufs Neue die aktuellsten und exklusivsten Nachrichten und Hintergrundberichte aus aller Welt" zu liefern. Mit der "grössten internationalen Wirtschaftszeitung im Rücken" werde das seiner Redaktion gelingen. Engelmann verwies zudem auf das WSJ-Netz aus "weltweit über 2000 Korrespondenten". Das WSJ produziert beispielsweise in London eine europäische Ausgabe. (sda/dapd)

