Am Donnerstag Abend wurde Andy Wolf, dem Aushängeschild von Radio Pilatus, dessen Entlassung mitgeteilt, wie 20min.ch schreibt. Grund dafür sei Wolfs "fehlendes Talent im immer wichtiger werdenden Digitalisierungsprozess des Senderalltags", wie CEO Joachim Freiberg gegenüber 20.min erklärte: "Der Entscheid fiel schweren Herzens, und es mag ironisch klingen - aber ich bin überzeugt, dass es eine Chance für ihn ist. Freigestellt wurde er, damit er sich um seine Zukunft kümmern kann."
Wolfs Kündigung kommt doch überraschend, war der Lieblingsmoderator vieler Innerschweizer doch auf unzähligen Social Media Plattformen aktiv, wie 20min.ch weiter schreibt. Die Kündigung habe ihn überrascht und der Schock sitze tief, sagt Wolf selber gegenüber der Pendlerzeitung. "Klar bin ich kein Digital Native und muss mich in der digitalen Welt erst zurechtfinden, aber ich habe Radio Pilatus mit ins Facebook-Zeitalter geführt und war der wohl aktivste Pilatus-Moderator in den sozialen Medien."
Wolf verstummt ab sofort
Seit 2008 war Wolf bei Radio Pilatus stellvertretender Moderationsleiter und begleitete die Zentralschweizer mit seiner Morgensendung "Andyamo" in den Tag. Nun ist Schluss damit, Wolf werde ab sofort, trotz noch drei Monate laufendem Vertrag, nicht mehr zu hören sein. "Wir haben mit Andy abgemacht, dass er in der restliche Zeit ein Coaching auf unsere Kosten erhält. Er soll Zeit haben, sich um seine Zukunft zu kümmern", sagt Freiberg gegenüber 20min.ch.
Die Hörer zeigen sich solidarisch
Die Hörer und langjährigen Fans von Wolf zeigen sich enttäuscht. "Wir sind mit Dir gross geworden. Ohne Dich macht das Hören dieses Senders keinen Spass mehr", ist auf seiner Facebook-Seite zu lesen. Viele drohen sogar damit, dem Sender den Rücken zu zu kehren. "Bis jetzt hörte ich immer Radio Pilatus. Das wird sich ab sofort ändern", schreibt ein wütender Fan.
Wolf wird laut eigenen Angaben der Branche treu bleiben. "Meine Leidenschaft für das Medium Radio ist und bleibt da. Dann eben ein neuer Sender, der meine Qualitäten schätzt", verspricht er den "Neuen Luzerner Zeitung". (ml/20min.ch)

