Im Osten Afghanistans ist eine westliche Fotografin bei einem Angriff auf einen Polizeistützpunkt erschossen worden. Laut Medienberichten handelt es sich dabei um die deutsche Kriegsfotografin Anja Niedringhaus (hier eine Bilderserie aus dem "Atlantic), wie die "FAZ" schreibt. Offenbar hatte ein Polizist auf ihr Auto geschossen und sie dabei tödlich getroffen; er konnte danach laut "Bild"-Zeitung von seinen Kollegen überwältigt werden.
Auch die kanadische Journalistin Kathy Gannon, die mit Niedringhaus unterwegs war, wurde beim Angriff verletzt. Die beiden Mitarbeiterinnen der Agentur AP waren zur Berichterstattung über die Präsidentschaftswahlen vom Samstag in den Osten des Landes gereist. In den letzten Wochen wurden bereits ein schwedischer Journalist und ein afghanischer AFP-Reporter Opfer von Anschlägen der Taliban.
Niedringhaus war seit 20 Jahren in Kriegsgebieten unterwegs und arbeitete ab 2002 für die AP. 2005 wurde sie mit anderen Fotografen für ihre Berichterstattung aus dem Irak mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet. "Ich fühle mich im Krieg wie ein Fisch im Wasser", sagte sie der "SonntagsZeitung" vor einem Jahr. Ein bisschen Angst sei zwar immer dabei - doch an der Front sei die dann wie weggeblasen.
Kommende Woche wird in Winterthur eine Ausstellung mit Bildern von Niedringhaus eröffnet, wie "Watson" berichtet. (lmy)

