26.11.2018

SRF

Auch «Donnschtig-Jass»-Chefin Sibylle Marti muss gehen

Nach Moderator Roman Kilchsperger trifft es nun auch seine ehemalige Vorgesetzte bei der Spielsendung: Der neue Unterhaltungschef Stefano Semeria plant die Zukunft ohne sie.
SRF: Auch «Donnschtig-Jass»-Chefin Sibylle Marti muss gehen
Muss nach 15 Jahren bei SRF gehen: Sibylle Marti. (Bild: SRF/Oscar Alessio)

Anfang September wurde bekannt, dass Roman Kilchsperger den «Donnschtig-Jass» nicht weiter moderieren wird (persoenlich.com berichtete). Nun muss auch Sibylle Marti, die Chefin des SRF-Spielformats, den Hut nehmen, wie blick.ch berichtet. Marti und Kilchsperger galten als Dreamteam, sie stellte sich auch nach seiner Ankündigung, das Teleclub-Angebot anzunehmen, noch hinter ihn. Diese Loyalitätsbekundungen könnten mit zur Entscheidung von Unterhaltungschef Stefano Semeria geführt haben, die Zukunft ohne sie zu planen, mutmasst blick.ch.

Die 46-Jährige sagt gegenüber der Boulevardzeitung nur: «Ich erlebte 15 spannende Jahre bei SRF.» Bevor sie «Donnschtig-Jass»-Chefin wurde, leitete Marti die Redaktionen «Volksmusik» sowie «Quiz und Spiele». Letztes Jahr war sie gar kurzzeitig als neue Unterhaltungschefin und Nachfolgerin von Christoph Gebel im Gespräch.

Wie es in der Causa «Donnschtig-Jass» weitergeht, ist unklar. Marti hätte über das nötige Know-how für die Planung einer Nachfolgesendung verfügt, schreibt blick.ch. Für Kilchspergers Nachfolge sei angeblich Stefan Büsser weit oben gesetzt. Ein Doppelauftritt für «Samschtig-Jass»-Moderator Reto Scherrer hingegen sei wohl «nicht der Weisheit letzter Schluss». Für den Januar sei eine intensive Castingrunde in dieser Frage anberaumt. (maw)

 



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Kommentare

  • Thomas Lanz, 26.11.2018 19:50 Uhr
    Das wird spannend, wie es in Zukunft weiter gehen wird mit dem «Donnschtig-Jass». Herr Stefano Semeria selber wird wohl keine Jass-Sendungen moderieren, ich denke, als Deutscher hat er null Ahnung vom Jassen. Ich hoffe nur, dass Herr Semaria in Zukunft nicht die Karnevalssitzungen aus Köln und Mainz ins SRF-Programm übernimmt (anstatt Jass-Sendungen) und wir das doofe «Helau!» und «Alaaf!» anschauen und anhören müssen mit hin- und herschunkelndem, Bier-trinkendem Publikum, das auf Kommando klatscht und lacht, sondern unsere Schweizer Bräuche und Traditionen auch weiterhin im Deutschschweizer Fernsehen berücksichtigt wird. Auch hoffe ich, dass es weiterhin Kochsendungen gibt, in denen noch «feine» Menus gekocht werden, und nicht «leckere». Auch wünschte ich mir im Schweizer Fernsehen etwas mehr Savoir vivre und Italianità, mehr Einfluss unserer lateinischen Landesteilen und Lebensart, und weniger Eindeutschung unseres Staatssenders.
  • Maria Delintzis, 27.11.2018 15:12 Uhr
    Super Kommentar Herr Lanz, dem ist nichts beizufügen. Einfach nur "Ihr Wort in Gottes Ohr" Amen.
  • Victor Brunner, 28.11.2018 08:55 Uhr
    Der Rauswurf von Marti ist sachlich nicht zu begründen. Sie hat Haltung gezeigt und zu RK gestanden. Das mag der Deutsche Stefano Semeria nicht. Er braucht Leute um sich die ihm ergeben sind und keinenfalls mit einer anderen oder besseren Meinung punkten. Auf keinen Fall vordrängen, alle sollen sich hinter dem Führer scharen. Ist auch bei der CDU so, möglichts lange hinter Merkel verstecken, die hat auch lange keine kritischen Stimmen toleriert, Stefano Semeria ist da gleich!

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