30.03.2012

Gossweiler Media

Aus für Zürcher Mikrozeitungen

Fünf Vollzeitstellen werden gestrichen.

Anfang März haben Medienunternehmer Urs Gossweiler und sein Team beschlossen, den Betrieb der "ONZ Obwalden und Nidwalden Zeitung" einzustellen (persoenlich.com berichtete). Im Interview sprach Gossweiler bereits von "Gegenwind" für die geplanten Zürcher Quartier-Mikrozeitungen. Am heutigen Freitag kommuniziert Gossweiler Media nun das definitive Aus. "Bisherige Expansionspläne für das Modell Mikrozeitung werden vorderhand zurückgestellt", so der Wortlaut der Mitteilung.

Ein strategischer Entscheid, wie Gossweiler gegenüber persoenlich.com erläutert. "Man kann nicht immer optimistisch sein. Diese Entscheidung ist aufgrund der Nichtrealisierung der ONZ pragmatisch und realistisch". Und sie führt zu Umstrukturierungen und Einsparungen, von denen all jene Bereiche betroffen seien, die nicht direkt mit der "Jungfrau Zeitung" und ihrer Weiterentwicklung zusammenhängen. Was heisst das konkret? "Insgesamt müssen fünf Vollzeitstellen abgebaut werden", sagt Gossweiler gegenüber persoenlich.com. Die Standorte in Zürich hat das Unternehmen bereits aufgegeben. Ebenso werde das Giessbach Meeting eingestellt.

"Wir wollen uns ganz auf den Mikrokosmos Jungfrau konzentrieren", so der Verleger weiter. Dazu gehört unter anderem auch die Verkürzung der Wege zwischen den einzelnen Abteilungen. Künftig wird Interlaken das operative Zentrum der Gossweiler Media AG sein: Redaktion, Verlag, Marketing, Verkauf, Produktion, Entwicklung und Design werden in den bereits bestehenden Büroräumlichkeiten an der Aarmühlestrasse konzentriert. Bei der Fokussierung geht es vordringlich um die Bündelung der Kräfte zur Verbesserung des Produkts. Der Standort Brienz wird aufgegeben. Weiter erhalten bleiben die Büros in Meiringen und Grindelwald. (cb/pd)


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