19.09.2011

Wikileaks

Ausverkauf der Assange-Souvenirs

Whistleblower in Pleitegefahr veräußern skurrile Stücke.

Die zuletzt stark in die Kritik geratene Whistleblower-Plattform Wikileaks startet wegen Finanznot einen Sellout. Auf eBay sind neben dem Laptop, auf dem CableGate vorbereitet wurde, vor allem Memorabilia des charismatischen, aber kontroversiellen Wikileaks-Masterminds Julien Assange zu haben. So etwa ein signiertes Foto, ein signiertes Cable oder Kaffee, den Assange angeblich aus dem Gefängnis geschmuggelt hat. Alles trägt selbstverständlich den Fingerabdruck Assanges - der Transparenz zuliebe. Fraglich ist, ob der Kult um Assange nach den letzten Skandalen noch stark genug ist, um die durch Finanzblockaden in Geldnot geratenen Whistleblower noch einmal aus dem Schuldensumpf zu ziehen.

Wikileaks gibt als Grund für die Auktion das "illegale Finanzembargo" an, das die Plattform durch die Blockaden von Visa, Mastercard, Paypal und anderen erleiden musste. Kritiker monieren dagegen, dass Wikileaks aus anderen Gründen am Ende ist und nun den Personenkult um Assange auf eine unlautere Weise ausnutzen: Die Vorwürfe gegen Assange wegen sexueller Übergriffe gegen zwei schwedische Mitarbeiterinnen sind noch nicht aufgeklärt, das Auslieferungsverfahren dauert an. (pte)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen