Unter der Leitung von Prof. Dr. Roger Blum hat das Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Bern im Auftrag des Autogewerbeverbands der Schweiz (AGVS) die Medienpräsenz des Autos in den Schweizer Zeitungen untersucht. Ergebnis: Das Auto ist in den Medien stark präsent. Doch je nach Ressort wird es entweder mehrheitlich positiv oder vorwiegend negativ dargestellt, wie einem Bericht auf presseverein.ch zu entnehmen ist.
Mehrheitlich negativ fällt die Darstellung in den politischen Ressorts aus, überwiegend positive Aussagen sind in den Autoressorts zu finden. Für beide Ressorts gilt, dass die Mehrheit der Berichte nicht ohne Wertung geschrieben wurden. Sind es in den politischen Ressorts zwei Drittel der Meldungen, wurden in den Autoressorts gar 80 Prozent der Beiträge wertend verfasst. In den Wirtschaftsressorts wiederum halten sich die positiven und negativen Aussagen die Waage.
Die Darstellung des Autos ist aber auch von der Art der Zeitung abhängig, wie die Studie zeigt. So wird in den politischen Ressorts der Boulevardzeitungen negativer berichtet als bei den Qualitätszeitungen. Weiter wurde festgestellt, dass die Sonntagszeitungen positiver als die Tageszeitungen und die Regionalzeitungen positiver als die überregionalen Zeitungen über das Auto berichten.
Gerade umgekehrt ist es in den Wirtschaftsteilen. Dort berichten die Qualitätszeitungen negativer als die Boulevardzeitungen und die Sonntagszeitungen negativer als die Tageszeitungen. In den Autoressorts fällt laut Studie auf, dass die grösste Gratiszeitung überdurchschnittlich positiv über das Auto berichtet, obwohl sie sich primär an Pendler des öffentlichen Verkehrs richtet.
Untersucht wurden elf Schweizer Zeitungen zu Themen des Jahres 2007. In die Untersuchung einbezogen waren 20 Minuten, BLICK, Tages-Anzeiger, Neue Zürcher Zeitung, Basler Zeitung, Bote der Urschweiz, Walliser Bote, SonntagsBlick, NZZ am Sonntag, Le Matin und Le Matin Dimanche.

