Privatradios in der deutschen Schweiz haben das Bedürfnis, ihre Inhalte vermehrt auch digital zu verbreiten. Deshalb hat das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation Ende 2011 neue Frequenzen für die Verbreitung freigegeben. Mit der neuen Plattform in der Deutschschweiz wird es möglich sein, digitale Radioprogramme regional zu beschränken, wie das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) am Donnerstag mitteilte. Interessenten, die beabsichtigen, ein Verbreitungsnetz mit acht regionalen Teilgebieten in der DAB+-Norm aufzubauen und zu betreiben, können ihr Interesse bis Ende Februar 2012 beim Bakom anmelden.
Mit dem neuen Verbreitungsnetz sollen diejenigen Privatsender, die nicht die gesamte sprachregionale Versorgung anstreben, Gelegenheit erhalten, ihre Programme regional beschränkt zu verbreiten. Überdies sollen in jedem Regionalnetz mindestens zwei Regionaljournale der SRG übertragen werden. In der Deutschschweiz sind derzeit zwei sprachregionale Plattformen für die digitale Verbreitung von Radioprogrammen mit DAB in Betrieb. Mit der neu geplanten regionalen Plattform sollen den Radios weniger Kosten entstehen. (sda)

