14.07.2011

BSkyB

Banken verlieren wegen Murdochs Rückzug Millionen

Auch UBS betroffen.

Wegen dem gescheiterten BSkyB-Deal mit Medienmogul Rupert Murdoch geht grossen Investmentbanken viel Geld durch die Lappen. Die fünf an dem Kauf beteiligten Geldhäuser sollten nach Daten von Thomson Reuters bei Abschluss eigentlich Beraterhonorare von insgesamt 90 Mio. Dollar einstreichen. Davon dürften die Banken nur noch etwa zehn Millionen Dollar erhalten, wie am Donnerstag bekannt wurde. Die Berater von BSkyB waren Morgan Stanley, die UBS, und die Bank of America Merrill Lynch. Murdochs Konzern News Corp hatte die Deutsche Bank und JP Morgan angeheuert.

Der Medienmogul hatte wegen des Abhörskandals bei einer seiner britischen Zeitungen die geplante Übernahme des PayTV-Senders aufgegeben. Der Druck war zu gross, nachdem sich die Politik geschlossen gegen ihn stellte. Für die 61 Prozent der Anteile am Sender, die News Corp nicht besitzt, wollte Murdoch zuletzt 12 Mrd. Dollar auf den Tisch legen. Die Aktien von BSkyB stiegen am Donnerstag an der Londoner Börse um 0,5 Prozent auf 709 Pence.

Nun droht Murdoch sogar der Verlust seines bisherigen Anteils am Sender: Die Medienaufsicht Ofcom prüfe bereits, ob es Murdochs Konzern News Corp erlaubt sein sollte, seine Beteiligung an BSkyB zu behalten, sagte Vize-Regierungschef Nick Clegg dem Radiosender "BBC 4". Seit dem Abhörskandal wird in Politik und Öffentlichkeit zunehmend daran gezweifelt, ob Murdoch-Unternehmen überhaupt dafür geeignet sind, einen wichtigen Fernsehsender zu besitzen. "Es gibt ganz klar viele Fragen, ob News International befähigt und einwandfrei ist, und genau deshalb prüft die Ofcom den Fall", sagte Clegg. (sda)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen