08.02.2013

Suhrkamp

Barlach beharrt auf Rücktritt von Verlagschefin

Miteigentümer hofft auf "weissen Ritter".

Im Streit um den Suhrkamp Verlag beharrt der Miteigentümer Hans Barlach auf einem Rücktritt von Verlagschefin Ulla Unseld-Berkéwicz. Das Verfahren am kommenden Mittwoch könne nur dann ausgesetzt werden, wenn "die Geschäftsführung ausgewechselt wird". Bei dem Gerichtstermin vor dem Frankfurter Landgericht soll über Anträge beider
Seiten entschieden werden, sich gegenseitig als Gesellschafter auszuschliessen. Unseld-Berkéwicz hält über eine Familienstiftung 61 Prozent an der Verlagsgruppe, Barlach gehören mit seiner Medienholding AG Winterthur 39 Prozent.

Im Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schlug er vor, einen neuen Mehrheitsgesellschafter ins Boot zu holen. "So ein Verlag gehört in gute Hände", sagte er. Deshalb könne er sich vorstellen, dass Unseld-Berkéwicz ihre Mehrheit abgebe und auch er seine Anteile so weit verkaufe, "um einem Dritten, einem sogenannten weissen Ritter, die Mehrheit zu verschaffen". (sda)
 


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