29.11.2012

Berliner Verlag

Baut 40 der 368 Stellen ab

5 Millionen Euro Verlust im Anzeigengeschäft.

Die Geschäftsführung des Berliner Verlags hat am 29. November mitgeteilt, dass bis Ende 2013 insgesamt 40 der 368 Stellen abgebaut werden - 27 Stellen in der Verwaltung und 13 in der Redaktion des "Berliner Kurier". Das berichtet kress.de. Damit habe man die Konsequenzen aus der angespannten wirtschaftlichen Lage und der vorläufigen Insolvenz der "Frankfurter Rundschau" gezogen. Entscheidend sei auch, wie es mit "FR" weitergeht. Sollte die Lieferung des Mantelteils für die Frankfurter Rundschau eingestellt werden, so würde das einen weiteren Stellenabbau nach sich ziehen: In der Redaktion der "Berliner Zeitung" entfielen 12, bei der Autorengemeinschaft 14 und bei der Mantelproduktion 20 Stellen. Zuvor hatte die Geschäftsführung den Mitarbeitern ein "freiwlliges Abfindungsmodell" unterbreitet und "erhebliche Restrukturierungsmassnahmen" angekündigt.

5 Millionen Euro Verlust im Anzeigengeschäft

Die strukturellen Veränderungen in der Branche und der Einbruch des Anzeigengeschäfts hätten dazu geführt, dass der Berliner Verlag bereits 2011 gegenüber dem Vorjahr rund 4,5 Millionen Euro Umsatz bei Anzeigen und Beilagen verloren hat. In diesem Jahr rechnet die Geschäftsführung mit einem weiteren Verlust von 5 Millionen Euro im Anzeigengeschäft. Mit dem geplanten Stellenabbau werde es gelingen, die Strukturen im Verlag effizienter zu gestalten und diesen für die Zukunft neu auszurichten, so die Geschäftsführung. Man bedaure die Massnahmen, halte sie aber für unvermeidlich.

Intelligente Bezahlmodelle für hochwertige digitale Inhalte entwickeln

Die "Berliner Zeitung" ist die grösste Abonnementzeitung in Berlin; der "Berliner Kurier" ist besonders im Osten der Stadt gefragt. Geschäftsführer Stefan Hilscher erklärt: Es sei "wichtig, dass der Verlag jetzt neue Geschäftsfelder erschliesst, um auf die Veränderungen im Markt zu reagieren". Im September 2012 hat die "Berliner Zeitung" bereits ihre App gestartet. Für den "Berliner Kurier" ist eine werbegestützte App geplant. Des Weiteren sei der Berliner Verlag dabei, "intelligente Bezahlmodelle für hochwertige digitale Inhalte" zu entwickeln. Weitere Massnahmen will der Berliner Verlag zusammen mit seinen Mitarbeitern aufsetzen. Im nächsten Jahr soll es ein dazu ein verlagsinternes Zukunftsprogramm geben. (kress.de)


Kommentar wird gesendet...

KOMMENTARE

Kommentarfunktion wurde geschlossen