02.11.2004

Subventionsvergabe für den Film

"Bedauerliche Panne"

Sexuelle Anspielung mit Couchepins Namen übersehen

Die von Kulturminister Pascal Couchepin in Auftrag gegebene Administrativuntersuchung beim BAK hat eine «bedauerliche Panne» bei der Subventionsvergabe für den Film «Bienvenue en Suisse» zu Tage gefördert. Die Filmförderung des BAK habe die Szene, in der zweideutig mit Couchepins Namen gespielt wird, einfach übersehen.

Die inzwischen abgeschlossene Untersuchung hat den Prozess der Verteilung von Bundesgeldern für das Filmschaffen durch das Bundesamt für Kultur (BAK) im Allgemeinen geklärt, wie das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) am Dienstag mitteilte. Auslöser für die Untersuchung war der vom BAK finanziell unterstützte Streifen "Bienvenue en Suisse" der Regisseurin Lea Fazer, in dem in einem Wortspiel sexuelle Anspielungen mit Couchepins Namen gemacht wurden. Die verschiedenen für die Filmförderung zuständigen Stellen innerhalb des BAK hätten bei der Durchsicht des Drehbuchs die inkriminierte Stelle entdecken und die Verantwortlichen des Films darauf ansprechen sollen, führte EDI-Sprecher Jean-Marc Crevoisier aus.

Das bestehende System der Filmförderung insgesamt werde durch den Bericht aber nicht in Frage gestellt. Es bedürfe hingegen einer verbesserten Kommunikation zwischen den Stellen, die über die Verteilung der Fördergelder beim Film entschieden. Es werde auch Sache des zukünftigen BAK-Direktors sein, das System der Geldverteilung zu überprüfen. Die Administrativuntersuchung stehe weiter in keinem Zusammenhang mit dem Abgang von David Streiff als BAK-Chef, sagte Crevoisier weiter.


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