26.07.2021

Neues Onlinemagazin

Berner wünschen sich Einordnung von Themen

Von einem neuen Onlinemagazin im Raum Bern wünschen sich die Konsumentinnen und Konsumenten insbesondere eine regelmässige Einordnung von politischen und gesellschaftlichen Themen. Das hat eine nicht repräsentative Umfrage der Bewegung «Courage Civil» ergeben.

2935 Personen beteiligten sich nach Angaben von «Courage Civil» zwischen Februar und März 2021 an der Umfrage. Die Bewegung will nach eigenen Angaben im Grossraum Bern für Medienvielfalt sorgen, namentlich vor dem Hintergrund der Zusammenlegung der Redaktionen von Bund und Berner Zeitung.

Von einem neuen Onlinemagazin im Grossraum Bern wünschen sich die allermeisten der Befragten eine kritische Distanz gegenüber allen Akteuren auf dem politischen Parkett. Lediglich 14 Prozent optierten für ein Medium, das das Geschehen entweder aus linker oder bürgerlicher Sicht betrachtet.

Das Interesse an nationalen und internationalen Themen ist laut der der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vorliegenden Umfrage leicht höher als an regionalen oder lokalen Geschichten. Auf eher wenig Interesse stiessen bei den Befragten die Rubriken Wirtschaft und Sport.

Nebst der Einordnung von politischen und gesellschaftlichen Themen würden die befragten Lesenden auch die Berichterstattung über Kulturelles schätzen, wie aus der Umfrage weiter hervorgeht.

Knapp ein Viertel der Befragten sprach sich für ein werbefreies Medium aus. Mit 69 Prozent sei die Akzeptanz von klar deklarierter Werbung wie Publireportagen oder Native Advertising hoch, kommen die Verantwortlichen von «Courage Civil» zum Schluss.

Zwei Drittel der Befragten wären bereit, zwischen 40 und 100 Franken für ein Abonnement zu bezahlen. Ein Fünftel würde auch mehr als 100 Franken dafür hinlegen.

Von den 2935 Teilnehmenden sind 66 Prozent Männer, 33 Prozent Frauen und 1 Prozent divers. Praktisch alle konsumieren Berner Medien. Gegen 60 Prozent haben einen Uni- oder Fachhochschulabschluss. 85 Prozent stammen aus einer Stadt oder Agglomeration.

«Courage Civil» entstand laut eigenen Angaben 2018 im Abstimmungskampf um die No-Billag-Initiative. Geschäftsführer ist der Berner Politikberater und Buchautor Mark Balsiger. (sda/lol)



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