18.03.2008

Maximilian Reimann

Beschwerde gegen "Geheimplan"-Dokfilm

SVP-Ständerat wendet sich an Ombudsmann Casanova.

Maximilian Reimann wird bei SRG-Ombudsmann Achille Casanova Beschwerde gegen den SF-Dokumentarfilm "Geheimoperation gegen Blocher" einreichen. Dies erklärt der SVP-Ständerat in einem Interview mit der "Mittelland Zeitung". Der Vorstoss erfolgt, nachdem verschiedene betroffene Personen in der Sonntagspresse beklagt hatten, einige Sequenzen im Film hätten nicht der Realität entsprochen. "Vor allem ein derart sensibler Film muss aber die vom Radio- und Fernsehgesetz verlangten Voraussetzungen erfüllen, das heisst, die Tatsachen und Ereignisse sachgerecht darstellen", so Reimann. Die gebührenzahlende Öffentlichkeit habe einen Anspruch darauf, korrekt informiert zu werden.

Die unabhängige Ombudsstelle solle auch klären, ob das Schweizer Fernsehen, das am 12. Dezember Eveline Widmer Schlumpf auf der Zugfahrt von Chur nach Bern begleiten durfte, mit den "Geheimplänlern von SP und CVP" unter einer Decke gesteckt habe. Reimann verweist auf eine Schlüsselszene im Film, in welcher die neue Bundesrätin einen Handy-Anruf im Zug entgegen nimmt. "Dem TV-Zuschauer wird dabei suggeriert, Frau Widmer-Schlumpf hätte die Entgegennahme des Anrufs von Parteipräsident Ueli Maurer verweigert." Wenn schon hier die Dramaturgie über den Wahrheitsgehalt gestellt worden sei, dann könnte das in anderen Sequenzen auch der Fall gewesen sein, vermutet Reimann.


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