20.04.2004

Presserat

Beschwerde gegen Tages-Anzeiger abgewiesen

Daniel Suter hat nicht medial mit Doris Fiala abgerechnet.

Der Schweizer Presserat hat eine Beschwerde von "David, Das Zentrum gegen Antisemitismus und Verleumdung" gegen den Tages-Anzeiger als unbegründet zurückgewiesen.

Am 15. Oktober 2003 berichtete Daniel Suter unter dem Titel "Anklagen gegen eine Anklageschrift" im Tages-Anzeiger über eine von der PR-Beraterin Doris Fiala organisierte Veranstaltung von "David, Das Zentrum gegen Antisemitismus und Verleumdung". Thema der Veranstaltung war der bevorstehende Prozess gegen den Geschäftsführer von "David", Frank Lübke. Dieser hatte Ende November 2002 einen offenen Brief verfasst, der u.a. folgende Sätze enthielt: "Die abscheulichen Attentate von Kenia sind das letzte Beispiel für die islamistisch-arabisch-palästinensischen Wahnsinns-Schlächtereien gegen die jüdisch-israelische Zivilbevölkerung."

In einem nebenstehenden Kommentar unter dem Titel "Doris Fialas Flaschengeist" hat Daniel Suter Fiala kritisiert, sie torpediere mit der Verteidigung von Lübkes Aussagen unter Berufung auf die Meinungsfreiheit die Glaubwürdigkeit des Rassismusartikels im Strafgesetzbuch. Die Beschwerdeführende Organisation hat Suter daraufhin Verletzung der Wahrheitspflicht, Entstellung von Informationen und Verletzung des Diskriminierungsverbot vorgeworfen.


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