Der ARBUS -- Vereinigung für kritische Mediennutzung gelangt mit einer Beschwerde wegen Verletzung der SRG-Konzession an die Ombudsstelle DRS. Seit Monaten halten die Medien die Bevölkerung über das Politcabaret der SVP auf Trab. Der ARBUS ist der Ansicht, dass sich die SRG von vermeintlichen Sensationen hat mitreissen und die Propaganda der SVP nicht sachgerecht reflektiert, wie einem Communiqué zu entnehmen ist.
ARBUS ist der Meinung, dass der SVP und ihren Exponenten bei SR DRS und SF im Wahlkampf unverhältnismässig viel Aufmerksamkeit zuteil wurde. Keine andere Partei in unserem Land habe ihre Strategie derart ungehindert weitertragen können. Der ARBUS ist der Meinung. dass zu viele Berichte und Stellungnahmen der SVP unkommentiert durch die SRG verbreitet wurden.
Zu wenig vom SVP-Stil distanziert
Aus Sicht des ARBUS wurde eine sachliche Auseinandersetzung des Wahlkampfes durch die Gesamtheit der SRG-Programme nicht gewährleistet. Die Dominierung der medialen Inszenierung und Sensationsmache einer politischen Partei (SVP) sei durch die SRG nicht genügend reflektiert und zuwenig eingeordnet.
Nach Auffassung des ARBUS hat sich die SRG zuwenig von Stil und Form der SVP distanziert, sich immer wieder von vermeintlichen Sensationen mitreissen lassen und diese auf die Agenda gesetzt. Auch wenn die SVP Verlautbahrungen aufgebauscht waren, habe sie die SRG mitgetragen.
Der ARBUS betrachtet dies aus rechtlicher wie auch demokratischer Sicht als stossend und sieht eine Verletzung der SRG-Konzession sowohl des Art. 2 (Programmauftrag) wie auch Art.3 (Programmqualität) und deponierte darum am Freitag bei der Ombudsstelle DRS, Herrn Achille Casanova, eine Beschwerde.

