13.03.2005

Bakom

Billag unter der Lupe

Aufwandsentschädigung von 48 Mio. Franken kassiert.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) durchleuchtet die Inkassostelle für Radio- und TV-Gebühren Billag. "Wir führen eine Überprüfung des Auftrages durch", zitiert die SonntagsZeitung Véronique Gigon, Abteilungsleiterin Aufsicht und Funkkonzessionen im Bakom. "Unter anderem steht die Frage im Zentrum, ob die derzeitige Aufwandentschädigung von 48 Millionen Franken angepasst werden soll." Es sei nicht auszuschliessen, dass der Auftrag zukünftig auch für weniger ausgeführt werden könne.

Die Billag, eine 100-prozentige Swisscom-Tochter, verrechnete dem Bund 2003 52 Millionen Franken Aufwand. Im letzten Jahr waren es 48 Millionen oder vier Prozent des gesamten Gebührenbetrags von 1.1 Milliarden Franken. Das heisst: Vom Jahresbeitrag des Gebührenzahlers für Radio- und TV-Empfang über 450 Franken fliessen 19 Franken als Aufwandentschädigung direkt in die Billag-Kasse, wie die SoZ vorrechnet.


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