Die Mantelausgabe Schweiz am Wochenende bleibt die meistgelesene Printpublikation in der Deutschschweiz und kommt auf 1'034'000 Leserinnen und Leser – fast jede fünfte Person in der Deutschschweiz liest die Schweiz am Wochenende. Dies geht aus der am Dienstag veröffentlichten Printreichweitenstudie «Mach Basic 2026-1» der Wemf AG für Werbemedienforschung hervor. Dahinter folgt der CH-Media-Zeitungsverbund Nordwestschweiz mit insgesamt 318'000 täglichen Leserinnen und Lesern. CH-Media-CEO Michael Wanner freut sich über «die Stabilität unserer regionalen Tageszeitungen in einem herausfordernden Marktumfeld». Insgesamt erreichen die Tageszeitungen von CH Media knapp 800'000 Personen.
Bei den Tageszeitungen sorgt der Blick für die auffälligste Verschiebung, wenn auch nicht signifikant: Mit 300'000 Lesenden überholt das Ringier-Boulevardblatt den Tages-Anzeiger, der auf 288'000 zurückfällt. Gegenüber der Erhebung vor einem Jahr entspricht das einem Plus von 8,7 Prozent. «Die grösste Zeitung der Schweiz wird man nicht mit Durchschnitt. Sondern mit Tempo, Klartext und dem Mut, auch dorthin zu gehen, wo es unbequem wird», wird Blick-Chefredaktor Rolf Cavalli in einer Mitteilung zitiert. Die grösste Zeitung wurde Blick aber auch, weil 20 Minuten Print Ende letzten Jahres eingestellt wurde und in der aktuellen Erhebung fehlt.
Die einzige statistisch signifikante Verschiebung bei den Tageszeitungen verbucht die Neue Zürcher Zeitung, die von 197'000 auf 230'000 Lesende zulegt.
Bei den Sonntagstiteln gibt es zwei signifikante Rückgänge: Die SonntagsZeitung verliert deutlich und kommt noch auf 368'000 Lesende (Vorjahr: 431'000), der SonntagsBlick auf 265'000 (287'000). Lediglich der Rückgang der NZZ am Sonntag, die auf 322'000 (331'000) zurückfällt, ist statistisch nicht signifikant.
Bei den Magazinen dominieren Coopzeitung und Migros-Magazin weiterhin die Rangliste. Darunter gibt es jedoch eine Reihe signifikanter Rückgänge: Ktipp, Beobachter, Das Magazin, Drogistenstern, Das Wandern, Tele, Tierwelt, Zeitlupe, TVstar und Handelszeitung verlieren alle signifikant an Leserschaft.
Die Wemf-Studien erscheinen zweimal jährlich. Die Zahlen der aktuellen Erhebung «Mach Basic 2026-1» basieren auf dem Erhebungszeitraum September 2023 bis September 2025; befragt wurden in der Deutschschweiz rund 21'000 Personen ab 14 Jahren.
Starke Bindung trotz Reichweitenverlusten
Ebenfalls am Dienstag publizierte die Wemf die aktuellen Kontakt- und Titelqualitäten (KTQs). Diese zeigen, dass die Bindung der Lesenden an ihre Printtitel trotz sinkender Reichweiten stabil bleibt: 74 Prozent der Leserinnen und Leser würden ihre Tageszeitung vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe.
Die durchschnittliche Lesedauer beträgt 31,3 Minuten. Laut der Auswertung werden die Titel der Tagespresse zu 79,2 Prozent durchgelesen. «Leser:innen fühlen sich mit ihren Printtiteln weiterhin stark verbunden», bilanziert die Wemf.
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15.04.2026 11:54 Uhr


