09.12.2011

"BaZ"

Blocher bestreitet finanzielle Beteiligung

Er habe aber dennoch das Sagen bei der Zeitung.

Am Freitag hat SVP-Chefstratege Christoph Blocher zu den Berichten des "Tages-Anzeiger" und weiterer Medien Stellung genommen, wonach er hinter der "Basler Zeitung" stehe und diese mit erheblichen finanziellen Mitteln unterstütze (persoenlich.com berichtete). In der aktuellsten Ausgabe der Web-TV-Sendung "Tele Blocher", stritt Blocher jede finanzielle Beteiligung seinerseits ab. Ganz unwichtig sei er aber trotzdem nicht: "Ich habe einen Einfluss bei der 'Basler Zeitung', ist ja klar." Genauer erklären, wie sich seine Macht konstituiere, wollte er aber nicht. Den Leser interessiere das doch auch gar nicht. "Sie müssen einfach wissen, die 'Basler Zeitung' ist eine gute Zeitung, und sie besteht."

Das sei auch wichtig, denn praktisch alle anderen Medien seien "im gleichen Mainstream drin". Ausserdem drängten mit AZ Medien, Tamedia und NZZ "ganz starke Kräfte" auf den Platz Basel. "Überall wo ich kann, sage ich: Schaut, dass die Zeitung unabhängig bleibt! Das ist ein Pfahl im Fleisch, für eine Meinungsvielfalt." Allerdings müsse sie dringend saniert werden, sonst könne sie nicht überleben.

Wie seit Freitag in verschiedenen Medien zu lesen war, stamme das Darlehen an die "BaZ" von Blochers Tochter Rahel, welche die Firma Robinvest leitet. Weiter hiess es, Blocher habe vor das Finanz- und Machtkonstrukt hinter dem Basler Medienhaus nun umbauen. Verlegerpräsident Hanspeter Lebrument äusserte sich in einem Interview mit der "Sonntagszeitung" beunruhigt über die unklaren Besitzverhältnisse. Dies schade dem Ansehen der der Branche. Eigentlich sei es die Aufgabe der Presse Transparenz zu schaffen. (as)


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