In der Nacht auf Montag war der Mini Cooper von Gunnar Schupelius, Kolumnist beim Berliner Boulevardblatt "BZ", im Stadtteil Wilmersdorf abgefackelt worden. Später veröffentlichten Unbekannte auf einem linksextremistischen Portal ein Bekennerschreiben, wie der "Tagesspiegel" berichtet. "Angriffe auf Hassbrenner wie Schupelius sind als Akt antifaschistischer Notwehr zu sehen", heisst es darin.
Schupelius gilt als Konservativer, der in seinen Texten gerne provoziert und polemisiert. Er wollte sich nicht zum Vorfall äussern. Auch Polizei und Staatsschutz nannten keine Einzelheiten zu Ermittlungen und Schutzmassnahmen.
Der Berliner SPD-Chef Jan Stöss verurteilte den Anschlag. Das seien "SA-Methoden", zog er einen drastischen Vergleich. Auch Eva Werner vom Deutschen Journalisten-Verband fand gegenüber dem "Tagesspiegel" klare Worte: "Es ist ein massiver Eingriff in die Pressefreiheit. Es ist völlig inakzeptabel und auch strafrechtlich relevant." (tagesspiegel/lmy)

