25.01.2002

Media Focus

Bruttowerbeaufwand mit leichter Besserung im Dezember

Das Werbejahr 2001 schliesst mit einem Minus von 3 Prozent.

Der Bruttowerbeaufwand der kommerziellen Werbung in den von Media Focus beobachteten und ausgewiesenen Medien ist nicht mehr ganz so negativ wie in den vergangenen Monaten. Das Minus beträgt "nur noch" 5.3 Prozent, was Minderwerbeausaaben von 17.3 Mio. Franken gleichkommt.

Unterschiedliches Abschneiden gibt es bei den Printmedien: Während die Zeitungen brutto um 5.3 Prozent (= 7.6 Mio. Franken) unter dem Vorjahresresultat liegen, konnten die Publikums- Zeitschriften 1 Prozent oder 0.5 Mio. Franken zulegen. Wiederum ein bösen Taucher machte die Auswahl der Fachzeitschriften, die nicht weniger als 24.4 Prozent oder minus 5.2 Mio. Franken brutto weniger einnahmen als noch im Jahr 2000.

Das Fernsehen spürt bereits das "Ausscheiden" der beiden Privatsender Tele24 und ganz wenig TV3 und muss das erste Mal seit dem Monat Juni wieder ein Negativresultat einstecken und zwar mit einem Minus von 4.4 Prozent (= minus 2.6 Mio. Franken). Wiederum über dem Vorjahresresultat sind die Radiosender, die im Dezember ein Plus von 5.2 Prozent (oder plus 0.6 Mio. Franken) ausweisen. Das Kino hingegen verliert 10.3 Prozent (= minus 0.5 Mio. Franken) gegenüber Dezember 2000.

Teletext weist ein Plus von 7.7 Prozent (= plus 0.144 Mio. Franken), die Plakatgesellschaften melden zum Jahresabschluss ein leichtes Minus von 0.3 Prozent und die Onlinewerbung muss ein weiteres Mal ein hohes zweistelliges Minus von 54.4 Prozent (oder minus 2.7 Mio. Franken) hinnehmen.

Werbeeinnahmen-Bilanz 2001:

Gesamt schliesst das Werbejahr 2001 mit einem Minus (brutto) von 3 Prozent ab – was Mindereinnahmen von brutto 121.4 Mio. Franken bedeutet. Die Zeitungen müssen dabei mit 133.9 Mio. Franken (= minus 7.6 Prozent) das grösste Minderergebnis aller Mediengruppen einstecken. Die Publikumszeitschriften sind hingegen "nur" um 0.5 Prozent (= minus 3.3 Mio. Franken) unter dem Vorjahresresultat und die Fachzeitschriften verlieren brutto 8 Prozent - was Einnahmenausfall von brutto 20.3 Mio. Franken gleichkommt.

Die Fernsehsender steigerten ihre Bruttowerbeinnahmen um plus 5.4 Prozent oder 35.3 Mio. Franken – die Radiosender hingegen verlieren auf das 2000er-Resultat 4.4 Mio. Franken (minus 3.3 Prozent). Das Medium Kino gewinnt 0.9 Prozentpunkte und verfehlt nur ganz knapp die 40 Mio.-Franken-Bruttowerbeeinnamen. Teletext kann die Bruttoeinnahmen gegenüber dem Superwerbejahr 2000 ganz leicht um 0.2 Prozent steigern. Gutes Abschneiden der Plakatgesellschaften: Plus 4.1 Prozent ( = plus 16.5 Mio. Franken) heisst es hier. Die Onlinewerbung hatte hingegen ein sehr schwieriges Werbejahr: Die Minderwerbeeinnahmen betragen nicht weniger als 11.7 Mio. Franken (= minus 38.1 Prozent).


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